
Frauenanteil in Vorständen auf Höchststand, seit Langem wieder eine Frau an der Spitze eines WBI-Unternehmens
Der Frauenanteil in den Führungsgremien der am Wiener Börse Index (WBI) gelisteten österreichischen Unternehmen steigt, allerdings mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit. In den Vorständen erreicht der Anteil weiblicher Mitglieder mit 15,3 Prozent einen neuen Höchstwert. Gleichzeitig bleiben 30 von 55 Vorstandsgremien ausschließlich männlich besetzt. Erstmals wird jedoch seit Langem wieder ein WBI-Unternehmen von einer Frau als CEO geführt. Deutlich stärker ist die Entwicklung in den Aufsichtsräten: Dort liegt der Frauenanteil bei 33,1 Prozent. Neben der unterschiedlichen Funktion der beiden Gremien prägen vor allem die gesetzlichen Rahmenbedingungen das Tempo. Das wurde bereits nach Einführung der 30-Prozent-Quote im Jahr 2018 offensichtlich. Die neue 40-Prozent-Vorgabe für Aufsichtsräte börsenotierter Gesellschaften wird diese Entwicklung weiter verstärken.
Das zeigt das aktuelle EY Mixed Leadership Barometer Österreich. Dafür wurden die Vorstände sowie Aufsichts- und Verwaltungsräte der 55 zum 1. September 2026 im WBI notierten österreichischen Unternehmen untersucht.
EY Österreich
Bettina Loidhold
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