Kühberger: Mehr Schutz und Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten bei mobilem Goldankauf

Entschließungsantrag gegen unlautere Praktiken

“Wir stehen für mehr Schutz und Transparenz für die Konsumentinnen und Konsumenten beim sogenannten mobilen Goldankauf”, hält ÖVP-Konsumentenschutzsprecher Andreas Kühberger zu einem entsprechenden, heute im Konsumentenschutzausschuss behandelten Entschließungsantrag gegen unlautere Praktiken fest. Sehr oft sind es auffällig gestaltete Flugblätter, Inserate und Social-Media-Angebote, die vordergründig für den Ankauf von Wertgegenständen wie Pelzen, Antiquitäten oder Modeschmuck werben. “Vor Ort wird aber schnell klar: Es geht um Gold bzw. Goldschmuck. Mit verschiedensten Tricks und teilweise auch Druck werden vor allem ältere Menschen oft zu Geschäften gedrängt, die sie später bereuen”, so der ÖVP-Mandatar weiter.

“Diese sogenannten Händler‘ sind häufig nur kurze Zeit vor Ort, mieten sich in Hotelzimmern ein oder wickeln die Geschäfte aus dem Auto ab. Nach kurzer Zeit sind sie wieder verschwunden, oft mit Erb- oder Erinnerungsstücken, die sie zu einem Preis weit unterhalb ihres tatsächlichen Marktwertes ergattern konnten. Den Betroffenen bleibt, neben dem Verlust des wertvollen Stückes, auch noch das ungute Gefühl über den Tisch gezogen worden zu sein”, skizziert Kühberger die typische Vorgangsweise. Betroffene berichten, dass hohe Beträge für Pelze oder Lederwaren in Aussicht gestellt werden – ein Geschäft kommt aber nur dann zustande, wenn zugleich Gold verkauft wird.

Kühberger: “Zum Teil wird den Kundinnen und Kunden angeboten, sie nach Hause zu begleiten, um dort Schmuck zu holen. Das erhöht die Überrumpelungsgefahr und erschwert Preisvergleiche.” Bei einem Polizeieinsatz wurde aufgedeckt, dass einer dieser “Händler” eine präparierte Goldwaage verwendet haben soll. Eine nachträgliche Schätzung ergab, dass verkaufte Goldmünzen, Silberbarren und Schmuck deutlich unter ihrem tatsächlichen Wert bewertet und bezahlt worden waren. Vier Beschuldigte wurden schließlich angezeigt. Neben den Konsumentinnen und Konsumenten stellt dies auch für etablierte Juwelierinnen und Juweliere ein Problem dar, da unseriöse Praktiken ihren gesamten Berufsstand in Misskredit bringen.

“Diese Händler‘ dürfen keine Möglichkeit dazu haben, die Menschen regelrecht übers Ohr zu hauen. Daher fordern wir im Sinne des Konsumentenschutzes ein Maßnahmenpaket, dass solchen Praktiken einen Riegel vorschiebt. Dazu sollen insbesondere verstärkte Kontrollen, bessere Transparenz- und Meldepflichten für mobile Ankäufer sowie eine stärkere Zusammenarbeit der zuständigen Behörden geprüft werden. Wer sein Gold verkauft, muss sich auf ordnungsgemäße Waagen, nachvollziehbare Preise und einen erreichbaren Vertragspartner verlassen können. Zeitdruck, Lockangebote und fehlende Transparenz haben in einem fairen Markt keinen Platz“, fasst Kühberger die Pläne, mit denen man gegen diese dubiosen Praktiken vorgehen will, abschließend zusammen. (Schluss)

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