
Hattmannsdorfer/Zehetner: 50 Millionen Euro zusätzlich für Investitionen am Standort Österreich
Regierung stockt ERP-Kreditprogramm auf 550 Mio. Euro auf, günstigere Finanzierung als Anreiz für Investitionen in Schlüsseltechnologien ist weiterer Schritt für Industriestrategie
„Wer bei den Schlüsseltechnologien der Zukunft vorne mitspielen will, muss heute die Investitionen dafür ermöglichen. Wir wollen, dass Unternehmen in Österreich entwickeln, produzieren und Arbeitsplätze schaffen. Deshalb stellen wir 50 Millionen Euro zusätzlich für betriebliche Investitionen bereit und führen gezielt besonders attraktive Finanzierungsangebote für Schlüsseltechnologien ein. Damit übersetzen wir die Ziele unserer Industriestrategie in konkrete Angebote für investierende Unternehmen. Unser Anspruch ist, mehr technologische Wertschöpfung nach Österreich zu holen und unsere Abhängigkeit von anderen Wirtschaftsräumen zu verringern“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer anlässlich der im Ministerrat beschlossenen Ergänzung des ERP-Jahresprogramms 2026.
Aufgrund erhöhter Nachfrage nach ERP-Krediten, wird mit dem heutigen Beschluss das Volumen des ERP-Kreditprogramms von 500 auf 550 Millionen Euro erhöht. Gleichzeitig werden die neun Schlüsseltechnologien der Industriestrategie Österreich 2035 als Schwerpunkt verankert. Unternehmen, die in diesen Bereichen investieren, profitieren künftig von einem vergünstigten Zinssatz. Durch die Erhöhung ist sichergestellt, dass alle bisher gestellten Anträge weiterhin von günstigen ERP-Kredit Konditionen profitieren können.
Das ERP-Kreditprogramm bietet Unternehmen zinsgünstige Kredite für Gründung, Modernisierung, Wachstum und Innovation. Damit können Betriebe beispielsweise neue Maschinen anschaffen, Produktionsanlagen erweitern oder ihre Fertigung digitalisieren. Abgewickelt wird das Programm über die Förderbank des Bundes, die Austria Wirtschaftsservice (aws). ERP steht für „European Recovery Program“.
„Wer in neue Maschinen, moderne Produktionsanlagen oder energieeffiziente Verfahren investiert, braucht eine Finanzierung, die sich rechnet. Mit den zusätzlichen ERP-Mitteln erleichtern wir unseren Betrieben den nächsten Investitionsschritt. Gerade bei Energietechnologien liegt darin eine doppelte Chance: Wir stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und verringern zugleich unsere Abhängigkeit von Energieimporten“, betont Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.
50 MILLIONEN EURO ZUSÄTZLICH ERMÖGLICHEN WEITERE INVESTITIONEN
Die Nachfrage nach ERP-Krediten ist 2026 besonders hoch: Das ursprünglich vorgesehene Jahresvolumen von 500 Millionen Euro ist bereits vollständig ausgeschöpft. Mit der Aufstockung um weitere 50 Millionen Euro können auch im Herbst weitere Investitionsvorhaben in Österreich finanziert werden. Die zusätzlichen Mittel stammen aus nicht ausgeschöpften Kreditzusagen aus Vorjahren.
„Die Nachfrage zeigt, dass unsere Unternehmen investieren wollen. Diesen Investitionswillen müssen wir unterstützen. Mit der Aufstockung schaffen wir zusätzlichen Finanzierungsspielraum für Betriebe, die ihren Standort weiterentwickeln und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken wollen“, so Hattmannsdorfer.
GEZIELTER ZINSVORTEIL FÜR SCHLÜSSELTECHNOLOGIEN
Für Investitionen im Bereich der neun Schlüsseltechnologien erhalten Unternehmen einen Zinsvorteil von 0,25 Prozentpunkten gegenüber dem Standardzinssatz.
Ab 1. Oktober 2026 zahlen sie damit 2,375 statt 2,625 Prozent Zinsen pro Jahr. Bei einem ERP-Kredit über 3,5 Millionen Euro kann die Zinsersparnis über die gesamte Laufzeit bis zu 50.000 Euro ausmachen.
Damit werden Unternehmen gezielt bei Investitionen in Technologiefelder unterstützt, die für die künftige Wettbewerbsfähigkeit Österreichs besonders wichtig sind und häufig mit erhöhten Entwicklungs- und Investitionsrisiken verbunden sind.
„Wirtschaftspolitik heißt, klare Prioritäten zu setzen. Wir richten unsere Finanzierungsinstrumente gezielt auf jene Technologien aus, bei denen Österreich wirtschaftliche Stärke aufbauen und ausbauen kann. Wer hier investiert, soll dafür bessere Finanzierungskonditionen vorfinden“, erklärt Zehetner.
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus
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