Novak weist Stopp-Forderung zur Ortstaxe zurück: Gemeinsam vereinbarter Kompromiss gilt

Stufenmodell war Ergebnis des Ortstaxengipfels. Wien verzeichnet von Jänner bis August vier Prozent mehr Nächtigungen, der Nächtigungsumsatz liegt zwei Prozent über dem Vorjahr.

Die schrittweise Anpassung der Wiener Ortstaxe ist das Ergebnis des Ortstaxengipfels im September 2025. An den Verhandlungen waren die Stadt Wien, die Wirtschaftskammer Wien, die Österreichische Hotelvereinigung, WienTourismus sowie Fach- und Rechtsexpert*innen beteiligt. Vereinbart wurde eine Erhöhung von 3,2 auf fünf Prozent ab Juli 2026 und auf acht Prozent ab Juli 2027. Die ursprünglich vorgesehene Anpassung wurde als zweistufiges Modell umgesetzt.

„Die zweite Stufe der Ortstaxen-Anpassung ist kein neuer Vorschlag. Sie wurde gemeinsam mit der Branche vereinbart. Wer jetzt die zweite Stufe aussetzen will, stellt einen gemeinsam mit der Branche vereinbarten Kompromiss infrage. Verlässlichkeit ist eine Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Tourismusstandorts Wien“, betont Vizebürgermeisterin und Tourismusstadträtin Barbara Novak.

TOURISMUSZAHLEN GEBEN KEINEN ANLASS FÜR KURSWECHSEL

Im August 2026 wurden in Wien 1,907 Millionen Nächtigungen gezählt. Das waren 0,2 Prozent weniger als im Rekord-August 2025. Von Jänner bis August stieg die Zahl der Nächtigungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 13,083 Millionen.

Aussagekräftig ist auch die Entwicklung der Nächtigungsumsätze: Von Jänner bis Juli 2026 erwirtschafteten die Wiener Beherbergungsbetriebe einen Netto-Nächtigungsumsatz von rund 758 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Juli lag der Umsatz mit 110,2 Millionen Euro um 0,6 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

„Entscheidend ist nicht ein einzelner Monat, sondern der langfristige Trend. Und der zeigt für Wien klar nach oben: vier Prozent mehr Nächtigungen und steigende Umsätze“, so Novak.

Die unterschiedliche Entwicklung von Nächtigungen, Zimmerpreisen und Auslastung ist auch vor dem Hintergrund eines wachsenden Angebots zu bewerten. Im August 2026 standen in Wien rund 85.500 Hotelbetten zur Verfügung, etwa 2.400 mehr als im August 2025.

GÄSTE LEISTEN EINEN BEITRAG FÜR WIEN

Die Ortstaxe ist gesetzlich nicht ausschließlich für touristische Zwecke zweckgewidmet. Die Einnahmen tragen zur Finanzierung von Leistungen wie öffentlichem Verkehr, Infrastruktur, Grünräumen, Stadtbild und Tourismus bei. Diese Leistungen werden von Gästen ebenso genutzt wie von der Wiener Bevölkerung.

„Mehr als 80 Prozent der Nächtigungsgäste in Wien kommen aus dem Ausland. Damit leisten Gäste einen fairen Beitrag zu jener Qualität, von der Gäste, Betriebe und Wienerinnen und Wiener gleichermaßen profitieren“, erklärt Novak abschließend.

Karin Jakubowicz
Mediensprecherin
Vizebürgermeisterin Barbara Novak
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