
Zum 80. Geburtstag: „dokFilm“-Porträt „Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen“ am 18. Oktober
Danach: Michael Hanekes vielfach preisgekrönte Jelinek-Verfilmung „Die Klavierspielerin“ – ab 23.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Im Rahmen des Programmschwerpunkts zum 80. Geburtstag von Elfriede Jelinek am 20. Oktober 2026 – Details unter https://presse.orf.at/ – würdigt der ORF die österreichische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin u. a. im „dokFilm“ am Sonntag, dem 18. Oktober, um 23.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON mit dem Porträt „Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen“. Im Mittelpunkt dieser 2023 als Bester Dokumentarfilm mit dem Deutschen Filmpreis und dem Österreichischen Filmpreis geehrten Produktion von Regisseurin Claudia Müller steht Jelineks kreativer Umgang mit Sprache – als Mittel zur Aufklärung, zur Kritik und zur Selbstbehauptung. Danach ist Michael Hanekes vielfach preisgekrönte und vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Verfilmung des Jelinek-Romans „Die Klavierspielerin“ (0.00 Uhr) zu sehen.
„Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen“ (23.05 Uhr)
Die Sprache ist, wie der 2022 entstandene Film zeigt, für die öffentlichkeitsscheue Literatin nicht nur Werkzeug, sondern vor allem Haltung. Regisseurin Claudia Müller entwirft ein vielschichtiges, assoziatives Bild der Autorin, indem sie Archivaufnahmen, persönliche Texte und Stimmen von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern zu einem eindrucksvollen filmischen Mosaik verwebt – fragmentarisch und poetisch wie Jelineks Werk selbst. Darin erstmals veröffentlichtes Film- und Tonmaterial sowie unbekannte Interviewpassagen und neu eingesprochene Off-Texte geben Einblick in Denken, Werk und Persönlichkeit der außergewöhnlichen Künstlerin. Eine Wiederholung des Films ist am Dienstag, dem 20. Oktober, um 23.35 Uhr in ORF III oder am Sonntag, dem 18. Oktober, um 11.20 Uhr in 3sat zu sehen. Schon zuvor thematisiert am 20. Oktober um 19.40 Uhr eine Ausgabe des ORF-III-Magazin „Kultur Heute“ Jelineks 80. Geburtstag.
„Die Klavierspielerin“ (0.00 Uhr)
Die mit Isabelle Huppert, Benoît Magimel und Annie Girardot hochkarätig besetzte österreichisch-französische Koproduktion aus dem Jahr 2001 schildert das Schicksal der Wiener Klavierlehrerin Erika Kohut (Huppert), die mit ihrer tyrannischen Mutter (Girardot) in einer hermetisch abgeschotteten Welt von Hassliebe und Abhängigkeit, Voyeurismus und masochistischer Selbstverletzung lebt – bis sich eines Tages einer ihrer Studenten (Magimel) in den Kopf setzt, Erika zu verführen. In weiteren Rollen sind u. a. Susanne Lothar und Udo Samel zu sehen.
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