
Handels-KV: Beschäftigte entlasten, Betriebe nicht überfordern. Arbeitsplatzerhalt hat oberste Priorität.
HV: Faire Gehälter und sichere Jobs brauchen tragfähigen Abschluss, den Unternehmen auch erwirtschaften können. Handel steht zu Verantwortung für 450.000 Angestellte & Lehrlinge.
Zum heutigen AUFTAKT DER KOLLEKTIVVERTRAGSVERHANDLUNGEN IM HANDEL appelliert der österreichische Handelsverband an die Sozialpartner, die aktuellen Belastungen von Beschäftigten und Betrieben gleichermaßen zu berücksichtigen. Die Gewerkschaft GPA fordert für 2027 eine Erhöhung der Gehälter und Lehrlingseinkommen um 3,8 PROZENT sowie Änderungen bei Arbeitszeit, Urlaub und Zuschlägen.
_„90.000 BETRIEBE IM HANDEL bieten ihren Beschäftigten eine sichere Anstellung. Gemeinsam versorgen wir die Bevölkerung. Unser zentraler Fokus muss deshalb auf dem ERHALT DER ARBEITSPLÄTZE liegen. Dafür braucht es Realitätssinn aufseiten der Arbeitnehmervertretung. Viele Händler aller Größen kämpfen darum, die zunehmenden laufenden Kosten zu decken. FÜNF INSOLVENZEN PRO WERKTAG zeigen, wie angespannt die Lage ist. Ein fairer und vorausschauender KV-Abschluss muss diese wirtschaftliche Realität verantwortungsvoll einbeziehen. Zur Wertschätzung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehört auch, dass die Unternehmen den Abschluss erwirtschaften und sichere Jobs bieten können“,_ sagt RAINER WILL, Geschäftsführer des freien, überparteilichen Handelsverbands, in einer ersten Einschätzung.
SCHWACHER KONSUM & BÜROKRATIELAWINE BEGRENZEN DEN WIRTSCHAFTLICHEN SPIELRAUM
Die wirtschaftlichen Voraussetzungen bleiben enorm herausfordernd: WIFO und IHS erwarten für 2026 lediglich 0,4 BIS 0,5 PROZENT REALES WACHSTUM DES PRIVATEN KONSUMS, für 2027 ebenfalls nur einen minimalen Zuwachs um 0,5 bis 0,7%. Im 2. Quartal 2026 war Österreich das einzige EU-Land mit einem negativen Wirtschaftswachstum. Eine Nachfragebelebung, die den Betrieben mehr Spielraum verschaffen würde, bleibt bisher aus. Gleichzeitig belasten STEIGENDE PERSONAL-, ENERGIE-, MIET- UND BÜROKRATIEKOSTEN die heimischen Unternehmen massiv.
_“Arbeitsplatzsicherung muss heuer oberste Priorität haben. Es geht jetzt nicht um MAXIMALFORDERUNGEN, sondern um den SCHUTZ UND ERHALT VON 450.000 Jobs in allen Regionen Österreichs. Der Verhandlungsspielraum ist daher eingeschränkt“, _so RAINER WILL.
NEUE VAMPIRSTEUERN WIE DIE PAKETABGABE GEFÄHRDEN TAUSENDE JOBS
_„Wenn den Menschen mehr Einkommen bleiben soll, müssen auch der AUFGEBLÄHTE STAAT UND DIE BUNDESLÄNDER endlich einen Beitrag zur Entschlackung leisten und vor allem den FAKTOR ARBEIT SPÜRBAR ENTLASTEN. Neue VAMPIRSTEUERN WIE DIE NATIONALE PAKETABGABE sind der VÖLLIG FALSCHE WEG, sie kosten uns tausende Jobs im Land. Der Einzelhandel bietet trotz aller Widrigkeiten mehr als 3-mal so viele Vollzeitstellen an, als Teilzeit. Bundesweit. Die zunehmende STEUERLAST macht jedoch eine Wochenstundenerhöhung vielen Menschen madig“,_ ist WILL überzeugt.
In den letzten sechs Jahren wurde der Handels-KV 3X ÜBER DER ROLLIERENDEN INFLATION angepasst. Das durchschnittliche VOLLZEIT-BRUTTOGEHALT liegt im Handel bei 2.586 EURO, die TEILZEITQUOTE BETRÄGT 36,7%. Aktuell sind beim AMS bundesweit 8.139 VOLLZEIT-STELLEN, 4.784 TEILZEIT-STELLEN sowie 1.607 LEHRSTELLEN im Handel ausgeschrieben.
GEHÄLTER IM HANDEL SEIT 2019 DEUTLICH STÄRKER GESTIEGEN ALS UMSÄTZE
Die Realität ist auch, dass die UMSÄTZE IM HANDEL SEIT 2019 MIT +23% deutlich schwächer angestiegen sind als die GEHÄLTER MIT +28%. Die ENERGIEKOSTEN sind im selben Zeitraum sogar um +77% regelrecht explodiert.
_„Die durchschnittlichen Personalkosten pro Kopf liegen beispielsweise im heimischen Lebensmittelhandel um 31% HÖHER ALS IN DEUTSCHLAND und um 59% ÜBER DEM EU-SCHNITT. Österreich belegt hier im EU-VERGLEICH PLATZ 2, das heißt in 25 EU-Staaten verdienen die Beschäftigten weniger als bei uns“_, so Handelssprecher RAINER WILL.
Vor diesem Hintergrund hofft der Handelsverband heuer auf sachliche Verhandlungen und einen TRAGFÄHIGEN KOMPROMISS. Zugleich ist die Politik gefordert, Beschäftigte und Unternehmen bei Abgaben, Energie und BÜROKRATIE endlich zu ENTLASTEN.
Handelsverband
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Pressesprecher
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