
Kühberger: Die tierärztliche Versorgung am Land darf kein Luxus werden – wir müssen jetzt handeln
Bis 2032 fehlen in Österreich bis zu 120 Nutztierärztinnen und -ärzte. Mit der Pensionierungswelle droht sich die Lage drastisch zu verschärfen, sieht Nationalratsabgeordneter und Landwirt Andreas Kühberger viele Herausforderungen, deren es Lösungen bedarf. Die entsprechende Petition wurde gestern im Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen behandelt.
Die tierärztliche Versorgung im ländlichen Raum gerät zunehmend unter Druck. Zwar steigt die Gesamtzahl der Tierärztinnen und Tierärzte in Österreich, im Nutztierbereich sinkt jedoch die Zahl der Praktikerinnen und Praktiker sowie das verfügbare Arbeitsvolumen. Junge Absolventinnen und Absolventen zieht es überwiegend in städtische Kleintierpraxen. Für bäuerliche Betriebe heißt das schon heute: längere Wartezeiten, weitere Anfahrtswege und Lücken im Notdienst – besonders in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen.
“Wenn um zwei Uhr früh eine Kuh in Not ist, zählt jede Minute. Bereits heute berichten Betriebe von Lücken in der Notversorgung. Das ist keine Zukunftssorge, das ist leider bereits bäuerlicher Alltag”, beschreibt Andreas Kühberger die Situation an vielen Höfen.
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