
Lawinenunglück im Pongau: Alpenverein zu Einstellung des Ermittlungsverfahrens
Die Ermittlungen haben keinen Sorgfaltsverstoß der Kursleiterin ergeben. Der Österreichische Alpenverein bekräftigt dennoch seine Verantwortung für mehr Sicherheit im Bergsport
Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat das Ermittlungsverfahren gegen die Leiterin einer Skitourengruppe des Österreichischen Alpenvereins eingestellt. Am 17. Jänner 2026 war die siebenköpfige Gruppe im Rahmen eines Ausbildungskurses im Bereich des Thronecks im Großarltal von einer Lawine erfasst und vollständig verschüttet worden. Vier Menschen verloren dabei ihr Leben, drei Personen, darunter die staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin, überlebten.
„Dieses Unglück hat vier Menschen aus unserer Gemeinschaft das Leben gekostet. Unsere Gedanken sind nach wie vor bei ihren Familien, Freundinnen und Freunden sowie bei jenen, die das Unglück überlebt haben und mit den Folgen dieses traumatischen Ereignisses leben müssen. Die Einstellung des Ermittlungsverfahrens bestätigt, dass unsere Kursleiterin nach bestem Wissen gehandelt hat. Darüber sind wir erleichtert. Es ändert aber nichts an unserer tiefen Betroffenheit. Unsere Verantwortung als Alpenverein bleibt: aus diesem Unglück zu lernen und alles in unserem Einflussbereich zu tun, damit sich eine solche Tragödie möglichst nicht wiederholt“, betont WOLFGANG SCHNABL, PRÄSIDENT DES ÖSTERREICHISCHEN ALPENVEREINS.
SICHERHEIT BLEIBT EINE ZENTRALE VERANTWORTUNG
Die behördlichen Ermittlungen haben keinen Sorgfaltsverstoß der verantwortlichen Berg- und Skiführerin ergeben. Laut Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft sei es nicht vorhersehbar gewesen, dass sich im Großarltal an diesem Tag in diesem Geländeabschnitt eine Lawine löst.
JÖRG RANDL, LEITER DER ABTEILUNG BERGSPORT DES ÖSTERREICHISCHEN ALPENVEREINS, erklärt: „Das Unglück am Throneck hat uns gezeigt, dass selbst bei sorgfältiger Tourenplanung, hoher bergsportlicher Kompetenz und der Beachtung etablierter Sicherheitsstandards, dies letztlich nicht genug war, einen Unfall zu vermeiden. Auch wenn ein Restrisiko nie vollständig ausgeschlossen werden kann, so sehen wir den Auftrag klar, in Punkto Sicherheit uns stetig weiterzuentwickeln.“
Österreichischer Alpenverein
Gerald Zagler
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E-Mail: gerald.zagler@alpenverein.at
Website: https://www.alpenverein.at
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