
Weichen für Lungengesundheit werden in der Kindheit gestellt
ÖGP-Jahrestagung: Lungenfunktionstests schon bei Schuleinschreibung empfohlen
Wie gesund die Lunge im Erwachsenenalter ist, entscheidet sich zu einem wesentlichen Teil bereits in der Kindheit. Darauf machten Expert*innen bei der 50. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP), die von 22. bis 24. Oktober in Salzburg stattfindet, aufmerksam.
Die österreichische LEAD-Studie[i] mit über 15.000 Teilnehmenden zeigt: 7,6 % DER KINDER UND JUGENDLICHEN UNTER 15 JAHREN WEISEN BEREITS EINE LUNGENFUNKTION UNTERHALB DES NORMALWERTS AUF. Defizite in jungen Jahren können aber langfristige Folgen haben: Eine eingeschränkte Lungenfunktion erhöht das Risiko für spätere chronische Lungen-, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen im Erwachsenenalter.
Auf der ÖGP-Jahrestagung wurde daher eine Empfehlung für routinemäßige Lungenfunktionstests bereits im Kindes- und Jugendalter diskutiert. „Mit einfachen, wenige Minuten dauernden Lungenfunktionstests könnten wir bereits bei der Schuleinschreibung Kinder mit eingeschränkter Lungenfunktion erkennen und frühzeitig gegensteuern“, betont PRIM.A PRIV.-DOZ.IN DR.IN MARIE-KATHRIN BREYER, PHD, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Lungengesundheit und Abteilungsvorständin der Abteilung für Atemwegs- und Lungenkrankheiten am Standort Penzing der Klinik Ottakring in Wien. Vorgeschlagen werden Untersuchungen im Alter von sechs, zehn sowie 14 bis 15 Jahren, die in bestehende schulärztliche Untersuchungen integriert werden könnten.
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