
Verstecktes Leid auf Samtpfoten: Streunerkatzen-Projekt geht in nächste Runde
Am 7. und 8. November im Tierschutzhaus Vösendorf – „Kastration ist gelebter Tierschutz“
Im Jahr 2026 startet Tierschutz Austria ein eigenes, umfassendes Streunerkatzen-Projekt in Österreich. Am 7. und 8. November findet der nächste Aktionstag im Tierschutzhaus Vösendorf statt. In Kooperation mit regionalen Tierschutzinitiativen werden gezielt Streunerkatzen eingefangen, tierärztlich versorgt, kastriert und anschließend wieder in ihr gewohntes Revier zurückgebracht. Zusätzlich unterstützt die Organisation regelmäßig Vereine bei Kastrationen – insbesondere dort, wo Gemeinden keine finanzielle Unterstützung bereitstellen – oder führt Eingriffe im Auftrag von Gemeinden durch.
In mehreren Regionen Österreichs nehmen Populationen freilebender Katzen stark zu. Diese Tiere sind meist verwildert, ohne engen Kontakt zu Menschen aufgewachsen und entsprechend scheu. Ihr Leid bleibt daher oft im Verborgenen: Krankheiten, Parasitenbefall, Unterernährung und hohe Jungtiersterblichkeit sind keine Seltenheit. „Jede nicht kastrierte Katze kann in wenigen Jahren hunderte Nachkommen verursachen. Ohne gezielte Maßnahmen verschärft sich das Problem von Generation zu Generation. Kastration ist gelebter Tierschutz“, so Stephan Scheidl, Tierheimleiter von Tierschutz Austria.
Eine flächendeckende Kastration von Streunerkatzen – in Kombination mit der bestehenden gesetzlichen Kastrationspflicht für Freigängerkatzen – gilt als wirksamste Maßnahme, um das Tierleid langfristig einzudämmen. Halterinnen und Halter von Freigängerkatzen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Scheidl appelliert eindringlich an alle Katzenbesitzer:innen, dieser Verpflichtung nachzukommen.
Tierschutz Austria
Mag. Martin Aschauer, MSc.
Telefon: 0699/16604075
E-Mail: martin.aschauer@tierschutz-austria.at
Website: https://www.tierschutz-austria.at/
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