
ORF-Premiere für „Benko – Size Does Matter“
Fiktionaler Spielfilm mit Thomas Stipsits am 2. November in ORF 1 und auf ORF ON
„Benko – Size Does Matter“ ist ein fiktionaler Spielfilm, der heute, am Montag, dem 2. November 2026, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON vom Aufstieg René Benkos erzählt – und von einer Welt, die an ihn und an die er glaubte. Der österreichische Schauspieler und Kabarettist Thomas Stipsits sieht René Benko nicht besonders ähnlich – und genau darum geht es. Der Film will nicht das Leben von Benko imitieren, Stipsits und der Film übersetzen Benko. Der öffentliche Benko erschien in seinen Auftritten häufig verschlossen und schwer greifbar. Stipsits macht aus der öffentlichen Figur einen Menschen. „Benko – Size Does Matter“ zeigt eine von René Benko inspirierte filmische Figur mit Körper, Bauch und Stimme. Einen, dem man zuhört, dem man vielleicht sogar folgen, den man vielleicht sogar mögen möchte. Er gibt Benko Charme, Witz, Verletzlichkeit und eine Nähe, die erst verständlich macht, warum andere sich von ihm überzeugen ließen.
An der Seite von Thomas Stipsits spielt Heino Ferch. Er ist Benkos unsichtbarer Schatten, seine innere Stimme: Mal Verführer, mal Gewissen, mal Antreiber. Nur Benko kann ihn sehen. Gemeinsam erzählen Stipsits und Ferch eine von René Benko inspirierte filmische Figur, einen filmischen Charakter, einen „Überflieger“ aus der Finanzwelt mit Dellen, einen Getriebenen, einen Verführer und Verführten zugleich. Zwei Journalisten, gespielt von Harald Schrott und Renate Regel, schauen hinter die glänzende Oberfläche, sprechen mit zum Teil auch fiktionalisierten Weggefährten, Investoren und Insidern und setzen Stück für Stück das Bild eines Unternehmers und Immobilienimperiums zusammen, das immer größer wurde und schließlich zusammenbrach. In weiteren Rollen sind u. a. Patricia Aulitzky und Lisa Wagner zu sehen. „Benko – Size Does Matter“ ist eine Tragikomödie über Vertrauen, Macht und Maßlosigkeit – und über die Frage, warum so viele Menschen so lange an René Benko glaubten.
Thomas Stipsits: „Den Menschen dahinter verstehen“
„Nach den vielen komödiantischen Rollen war das für mich eine besondere Herausforderung. Da geht es plötzlich um eine Figur, die ziemlich komplex ist und bei der ich aufpassen musste, sie nicht einfach nachzuspielen, sondern den Menschen dahinter zu verstehen. Und das bei einem Thema, das alles andere als weit weg von unserer Realität ist. Eine große Hilfe war dabei natürlich das Zusammenspiel mit Heino Ferch, der diese fiktive innere Stimme verkörpert, und mit dem großartigen Cast und Team. Und dann gibt es da noch diese Finanzbegriffe, bei denen ich mir gedacht habe: Da lernst Du auch als Schauspieler noch einmal eine ganz neue Sprache. Ich finde, genau da liegt die Stärke von so einem Film. Wir können Themen aufgreifen, die gesellschaftlich und wirtschaftlich relevant sind, und zeigen, was dahintersteckt. Hinter all den Zahlen, Verträgen und Mechanismen sitzen ja immer Menschen. Und ihre Entscheidungen haben Auswirkungen. Wenn wir das erzählen können, ohne gleich mit dem Zeigefinger daherzukommen, sondern so, dass es für die Leute nachvollziehbar wird, dann hat der Film für mich schon etwas erreicht.“
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