
SPÖ-Schatz zum Equal Pay Day: „Wer faire Löhne zahlt, muss Transparenz nicht fürchten“
Der Equal Pay Day fällt heuer auf den 5. November. Ab diesem Tag arbeiten Frauen in Österreich statistisch gesehen bis zum Jahresende ohne Bezahlung, wenn man ihre durchschnittlichen Jahreseinkommen mit jenen der Männer vergleicht. Die Einkommensdifferenz beträgt 15,5 Prozent – im Schnitt 10.542 Euro weniger Einkommen im Jahr. „Es ist beschämend, dass Frauen auch im Jahr 2026 noch immer deutlich weniger verdienen als Männer. Diese Ungerechtigkeit hat weitreichende Folgen – von der finanziellen Unabhängigkeit bis hin zur Absicherung im Alter“, betont SPÖ-Frauensprecherin Sabine Schatz. ****
Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit ist in Österreich nach wie vor nicht gegeben. Vor allem die ungleiche Verteilung von unbezahlter Betreuungs- und Pflegearbeit sowie strukturelle Benachteiligungen tragen dazu bei, dass Frauen beim Einkommen weiterhin schlechter gestellt sind. „Faire Bezahlung ist eine wesentliche Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Es kann nicht sein, dass Frauen trotz gleicher Qualifikation, Leistung und Verantwortung weniger verdienen. Bei der Einkommensgerechtigkeit darf es keine Ausreden und keine weiteren Verzögerungen geben“, so Schatz.
Ein zentraler Hebel zur Bekämpfung dieser Ungleichheit ist die EU-Lohntransparenz-Richtlinie, deren Umsetzungsfrist bereits am 7. Juni 2026 abgelaufen ist. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt längst vor, die notwendige Einigung innerhalb der Bundesregierung steht allerdings noch aus. Die SPÖ pocht daher weiterhin auf eine rasche Umsetzung und hofft auf Bewegung in der Koalition. „Die großen Unternehmen, die von den neuen Regelungen erfasst sein werden, sind bereits gut und professionell auf die Umsetzung vorbereitet. Es gibt daher keinen Grund für weitere Verzögerungen. Lohntransparenz ist machbar und notwendig. Wer faire Löhne zahlt, muss Transparenz nicht fürchten“, stellt Schatz klar.
Die Lohntransparenz-Richtlinie soll dazu beitragen, ungerechtfertigte Einkommensunterschiede aufzudecken und die Durchsetzung des Rechts auf gleiche Bezahlung zu verbessern. Damit bekommen Beschäftigte bessere Möglichkeiten, Lohndiskriminierung zu erkennen und dagegen vorzugehen. Für Schatz ist klar, dass es neben gesetzlichen Maßnahmen auch weitere Fortschritte bei der Gleichstellung braucht. „Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass Frauen Jahr für Jahr weniger verdienen und dadurch auch langfristig schlechter abgesichert sind. Jede Frau hat das Recht auf eine faire Bezahlung ihrer Arbeit. Dafür werden wir als SPÖ konsequent weiterkämpfen“, so Schatz. (Schluss) eg/bj
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