FSG-younion ad Equal Pay Day 2026: Lücke schließt erst 2043 – Lohntransparenz & Lohngerechtigkeit jetzt!

57 Tage arbeiten Frauen in Österreich symbolisch unbezahlt. Die FSG-younion fordert Lohntransparenz-Konsequenz, den Ausbau der Daseinsvorsorge und ein Ende der Ausreden

Am 5. November ist Equal Pay Day 2026 in Österreich. Ab diesem Tag arbeiten Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen bis Jahresende rechnerisch unbezahlt. Zwar hat sich die Entgeltdifferenz leicht auf 15,5 Prozent verbessert – was einer Verkürzung um drei Tage gegenüber dem Vorjahr entspricht, doch der Blick auf das Gesamtszenario ist ernüchternd: Beim aktuellen Tempo schließt sich die Einkommensschere voraussichtlich erst im Jahr 2043. Für die FSG-younion ist diese Verzögerung inakzeptabel.

„Dass Frauen im Jahr 2026 immer noch 57 Kalendertage gratis arbeiten, ist ein sozialpolitischer Skandal“, betont FSG-younion Bundesfrauenvorsitzende Sabine Slimar-Weißmann. „Die Einkommensschere ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis struktureller Ungerechtigkeit und fehlender politischer Maßnahmen. Die Blockadehaltung bei der nationalen Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie muss endlich beendet werden!“

FRAUEN IN DER DASEINSVORSORGE

Der Gender-Pay-Gap ist eng verknüpft mit der gesellschaftlichen Bewertung und Verteilung von Arbeit. Insbesondere im öffentlichen Sektor und in den Kernbereichen der Daseinsvorsorge tragen Frauen die Hauptlast der gesellschaftlichen Versorgung, während sie gleichzeitig den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit stemmen.

„Gerechte Entlohnung ist eine Frage der Haltung und unserer sozialdemokratischen Grundwerte“, erklärt FSG-younion Vorsitzender Christian Meidlinger. „Solidarität und soziale Gerechtigkeit dürfen nicht an den Grenzen der Gehaltszettel enden. Wir brauchen flächendeckende, hochwertige Kinderbetreuung und leistbare öffentliche Pflegeangebote, damit Frauen ihre Erwerbsarbeit partnerschaftlich und vollzeitnah gestalten können, ohne in die Teilzeitfalle gedrängt zu werden.“

Gleichzeitig verweist die younion-Gewerkschaftsfraktion auf die Notwendigkeit, öffentliche Dienstleistungen und darüber hinaus dauerhaft vor marktwirtschaftlichen Druckversuchen und Privatisierungen zu schützen. Gute Arbeit erfordert gesicherte, fair entlohnte Beschäftigungsverhältnisse.

POLITISCHE VERBINDLICHKEIT

„Gleichstellung auf allen Ebenen braucht politische Verbindlichkeit“, unterstreicht FSG-younion Bundesgeschäftsführer Erich Kniezanrek. „Wir dürfen nicht bis 2043 warten, bis gerechte Verhältnisse herrschen. Eine starke Daseinsvorsorge garantiert gesellschaftliche Stabilität und Lohngerechtigkeit.“

„Wer die Einkommensschere schließen will, muss Arbeit fair bewerten und Kapital ebenso zur Gemeinwohlfinanzierung heranziehen wie Arbeitseinkommen“, so Slimar-Weißmann, Meidlinger und Kniezanrek unisono abschließend.

FSG-younion – Sozialdemokratische Gewerkschafter:innen in der younion
_ Die Daseinsgewerkschaft

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