Immobilienwirtschaft – Branchensprecher Oberndorfer: „Rückgang der Wohnbautätigkeit verschärft Druck auf den Wohnungsmarkt“

WKÖ-Fachverband Immobilien sieht Warnungen bestätigt: Fertigstellungen 2025 erneut stark gesunken – Sanierungsoffensive und bessere Finanzierungsbedingungen dringend notwendig

„Die heute von der Statistik Austria veröffentlichten Zahlen bestätigen leider zweierlei: die anhaltend schwierige Lage im österreichischen Wohnbau sowie unsere wiederholten Warnungen, dass in Österreich zu wenig Wohnraum gebaut wird“, sagt Roman Oberndorfer, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Laut Statistik Austria wurden 2025 nur noch 48.597 Wohnungen fertiggestellt. Das ist ein Rückgang von 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Wohnungen in neuen Gebäuden aus. Mit 34.217 Einheiten und einem Minus von 20 Prozent wurde der niedrigste Wert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2011 erreicht. „Die aktuellen Zahlen bestätigen unsere wiederholten Warnungen. Österreich baut zu wenig Wohnraum. Die Investitionen bleiben aus, während der Druck auf den Wohnungsmarkt weiter zunimmt. Ohne rasches Gegensteuern wird sich die Situation für Wohnungssuchende immer weiter verschärfen“, so Oberndorfer.

_Rückgang bei Baubewilligungen verschärft die Lage_

Besonders besorgniserregend ist für Immobilienwirtschaft-Branchensprecher Oberndorfer die Entwicklung der Baubewilligungen. Diese sind seit 2021 rückläufig und sind 2025 erneut gesunken. Damit ist auch in den kommenden Jahren mit niedrigen Fertigstellungszahlen zu rechnen.

„Wir brauchen endlich Rahmenbedingungen, die Investitionen in Neubau und Sanierung wieder ermöglichen. Dazu zählen leichtere Finanzierungen für den gewerblichen Wohnbau, eine wirksame Sanierungsoffensive und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen“, fordert der WKÖ-Fachverbandsobmann.

Oberndorfer verweist darauf, dass eine nachhaltige Entspannung am Wohnungsmarkt nur mit einer ausreichenden Zahl neuer Wohnungen und verstärkten Investitionen in den Bestand gelingen kann. „Wer den Druck etwa auf die Mieten langfristig reduzieren will, muss dafür sorgen, dass wieder mehr Wohnraum geschaffen wird.” (PWK602/JHR)

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