
ÖGB zu PwC-Studie: Expertise der Beschäftigten leistet zentralen Beitrag zur Umsetzung von Klimazielen
ÖGB-Klimabüro: Mitbestimmung und das Klima-Know-how der Beschäftigten sind entscheidende Erfolgsfaktoren für resiliente Betriebe
Die aktuelle Studie „ESG Performance & Resilienz Benchmarking“ von PwC Österreich zeigt, dass viele heimische Großunternehmen ihre Zukunftsfähigkeit stärken wollen, bei der Umsetzung aber noch Nachholbedarf haben. Zwar haben sich 90 von 105 analysierten Unternehmen Klimaziele gesetzt, tatsächlich konnten jedoch nur fünf Prozent ihre absoluten und relativen CO₂-Emissionen in den vergangenen drei Jahren senken.
„Die Studie macht deutlich: Klimaschutz ist längst kein Randthema mehr, sondern ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Unternehmen müssen sich auf steigende Energiepreise, Klimarisiken, Lieferkettenprobleme und Ressourcenknappheit vorbereiten. Entscheidend ist aber, dass die Beschäftigten Teil dieser Veränderung werden“, sagt Martin Reiter, Leiter des ÖGB-Klimabüros.
GUTE KLIMASTRATEGIEN ENTSTEHEN NICHT IM ALLEINGANG
Die Studie zeigt, dass besonders jene Unternehmen erfolgreich sind, die Klimarisiken analysieren, klare Transformationspfade entwickeln und Nachhaltigkeit strategisch verankern. Aus Sicht des ÖGB braucht es dafür jedoch mehr als Managemententscheidungen.
„Die Beschäftigten wissen oft am besten, wo Energie verschwendet wird, wo Prozesse effizienter gestaltet werden könnten und wo Klimarisiken den Arbeitsalltag beeinflussen. Der Nachholbedarf ist groß. So hat der Strukturwandelbarometer 2023 von AK und ÖGB ergeben, dass die Mehrheit der Betriebsräte kaum oder gar nicht in Nachhaltigkeitsstrategien einbezogen werden“, betont Reiter.
BETRIEBSRÄTE KÖNNEN DEN WANDEL IM BETRIEB KONKRET GESTALTEN
Wie das gelingt, zeigt der Klima-Werkzeugkoffer des ÖGB. Betriebsrät:innen können beispielsweise Klimaschutz und Klimaanpassung auf die Tagesordnung von Betriebsversammlungen setzen, Verbesserungen bei Energie- und Ressourceneffizienz anstoßen, Maßnahmen zum Hitzeschutz am Arbeitsplatz entwickeln oder Qualifizierungsmaßnahmen für neue klimafreundliche Technologien begleiten. Auch Mobilitätskonzepte für den Arbeitsweg, die Förderung von Kreislaufwirtschaft im Betrieb oder die Einbindung von Beschäftigten bei Transformationsprojekten zählen zu den konkreten Handlungsfeldern.
„Die ökologische Transformation wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie gemeinsam mit den Beschäftigten gestaltet wird. Betriebsrätinnen und Betriebsräte sind wichtige Motoren dieses Wandels. Sie können dafür sorgen, dass Klimaschutz, gute Arbeitsbedingungen und wirtschaftlicher Erfolg zusammen gedacht werden“, so Reiter.
KLIMA-WERKZEUGKOFFER UNTERSTÜTZT BETRIEBSRÄT:INNEN
Mit dem Klima-Werkzeugkoffer stellt der ÖGB Betriebsrät:innen Informationen, Praxisbeispiele und Anregungen zur Verfügung, wie Klimaschutz und Klimaanpassung im Betrieb aufgegriffen und gemeinsam mit den Beschäftigten vorangebracht werden können.
WEITERE INFORMATIONEN:
ÖGB Kommunikation
Christine Esterbauer
Telefon: +43664 8333619
E-Mail: christine.esterbauer@oegb.at
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