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Presseschau

Kommentar Mitteldeutsche Zeitung zu Trump

Halle (ots) - Jetzt veröffentlicht auch noch der ehemalige Nationale Sicherheitsberater, John Bolton, sein Buch "Der Raum, in dem es geschah". Der Titel klingt unspektakulär. Doch das Werk ist eine Abrechnung mit dem Präsidenten. Der Hauptvorwurf: Trump stellt seine Interessen über die des Landes. Bolton ist ein harter Hund und erzkonservativ. Wenn der nun aus dem Nähkästchen plaudert, dann ist das für Trump gefährlicher als zehntausende Demonstranten auf der Straße. Denn Bolton erreicht die Anhänger der Republikaner

Kommentar Mitteldeutsche Zeitung zu Tönnies

Halle (ots) - Tönnies hat den Behörden die Adressen seiner Beschäftigten vorenthalten - zu Menschen also, die akut bedroht sind von einer tödlichen Lungenkrankheit, gegen die es kein Medikament gibt. Die Tönnies-Führung verweist auf den Datenschutz. Das ist fahrlässiges Verhalten. Die Fleischbarone von Tönnies würden allerdings wohl kaum so dreist auftreten, wenn sie anderes als Milde und Nachlässigkeit im Umgang mit ihren Praktiken gewohnt wären. Die Behörden haben zugelassen, dass die Arbeits- und Lebensbedingungen

Kommentar Mitteldeutsche Zeitung zu Stundenplankürzungen in Sachsen-Anhalt

Halle (ots) - Das Alarmierende daran: Besserung in der Nachwuchsfrage ist nicht in Sicht. Das liegt sicher nicht allein am Bildungsminister. Die Krise herrscht bundesweit. Zu konstatieren ist aber, dass es Sachsen-Anhalt nicht geschafft hat, die Sekundar- und Gemeinschaftsschulen interessant für junge Lehrer zu machen. Auch nicht mit Geld, dass ja genau dafür bereitlag. Diese beiden Schulformen trifft der Lehrermangel derzeit am härtesten, in der Statistik folgen darauf die Förder- und Grundschulen. Aus pädagogischer

zu Richtungsstreit in der AfD

Stuttgart (ots) - Lebhafte Streitkultur - so wie Parteichef Jörg Meuthen kann man die Flügelkämpfe in der AfD auch nennen und auf diese Weise kleinreden. Tatsächlich aber bebt die Partei gerade in ihren Grundfesten. Und das wird so schnell nicht aufhören. Denn die entscheidenden Fragen harren ja noch der Klärung: Wer ist die AfD? Darf's noch mehr sein an Rechtsradikalismus in ihren Reihen? Die Prognose sei gewagt: Die Rechtsaußenkräfte um Björn Höcke und Andreas Kalbitz werden sich durchsetzen. Niemand sonst in dieser

Fall Amthor – Lobbyismus braucht Regeln

Straubing (ots) - Abgeordneter im Bundestag will Amthor bleiben. Als solcher muss er nun versuchen, verlorenes Vertrauen gutzumachen. Gelingen könnte das etwa, wenn sich der gefallene CDU-Junior jetzt für mehr Transparenz in Sachen Lobbyismus starkmachen würde: für ein Lobbyregister, für eine Pflicht bei jedem Gesetzesvorhaben die "Lobby-Fußspur" darzulegen und für verbesserte Offenlegungspflichten von Nebeneinkünften. Denn Lobbyismus - eigentlich wichtige und legitime Interessenvertretung im Gesetzgebungsprozess - muss

AfD – Richtungskampf endlich austragen

Straubing (ots) - Dabei wäre es höchste Zeit, dass sich die AfD entscheidet. Ob sie eine rechts außen stehende Krawall-Partei von Raufbolden sein will, eine Art NPD 2.0, oder eine konstruktive politische Kraft. Dann müsste sie sich endlich auf politische Konzepte einigen. Sagen, wofür sie zum Beispiel in der Wirtschafts- und Sozialpolitik steht. So aber macht sie vor allem mit Querelen von sich reden. Sie sollte den Richtungskampf endlich austragen und eine Entscheidung herbeiführen, statt ihn immer wieder mit Mühe zu

Die Reise geht ins nahe Woanders / Weit weg, um einfach mal weit weg gewesen zu sein? Von solchen Urlaubswünschen sollten wir uns…

Regensburg (ots) - Hurra, es kann wieder losgehen. Mallorca hat die ersten Fuhren deutscher Urlauber empfangen. Wir können allmählich zurück ans Meer, an warme Strände. Das beschränkt sich noch weitgehend auf Europa, aber immerhin. Die Frage lautet aber: Wollen wir das noch so wie früher, vor Corona? Trauen wir uns so weit weg wie wir das zuletzt gewohnt waren? Revidieren wir unsere Bedürfnisse und Wünsche beim Reisen, bei der Art und Weise, wie wir unsere Freizeit, unseren Urlaub verbringen? Tourismusforscher und

Happy End statt Tragödie

Frankfurt (ots) - Lässt man den berechtigten Zorn und die rechtschaffene Empörung über die Farce von Fleischindustrie und Politik der letzten Tage mal beiseite, könnte der vielzitierte Spruch von der Krise als Chance wahr werden. Dazu müssten der Fleischbaron Clemens Tönnies und die vielen Politikerinnen und Politiker nur umsetzen, was sie jüngst vollmundig versprochen haben: Sie müssten die Fleischbranche endlich dramatisch verändern. Tönnies würde Arbeiter aus Mittel- und Osteuropa nicht mehr ausbeuten, sondern

SPD-Fraktionschef in NRW kritisiert Laschet scharf

Düsseldorf (ots) - Der SPD-Fraktionschef im NRW-Landtag, Thomas Kutschaty, hat den Verzicht der Landesregierung auf Restriktionen im Kreis Gütersloh, scharf kritisiert. Zur Reaktion von Ministerpräsident Armin Laschet auf den Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies sagte Kutschaty der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe): "Das war die reine Selbstverteidigung und ein Offenbarungseid: Laschet hat bei Tönnies zu lange einfach nur zugeschaut und dabei offenbar doch weggeguckt!" Laschets Auftritt sei scheinheilig

Lauterbach wirft Laschet im Fall Tönnies Unglaubwürdigkeit vor

Düsseldorf (ots) - SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat das Vorgehen des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) zur Eindämmung der Corona-Infektionen bei dem Fleischproduzenten Tönnies scharf kritisiert. "Armin Laschet macht sich und die gesamte Politik von Bund und Ländern im Umgang mit lokalen Infektionsausbrüchen lächerlich und unglaubwürdig", sagte Lauterbach der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montag). Die vereinbarte Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche je 100.000 Einwohner sei