Ein Heizungs-Check lohnt sich

Pernkopf: Davon profitieren Umwelt und Geldbörse

St. Pölten (OTS/NLK) – Die Tage werden kürzer, die Temperaturen
sinken und der Heizkessel soll für wohlige Wärme sorgen. Höchste
Zeit, die Heizung wintertauglich zu machen. Denn richtig eingestellt,
spart man Energie und Geld. Der Heizungs-Check zeigt, wo und wie am
besten gespart werden kann. Investitionen in die Umstellung des
Heizsystems werden mit bis zu 3.000 Euro gefördert.

„Nur, wenn wir bewusster mit unserer Energie umgehen, können wir die
Energiewende schaffen. Der Heizungs-Check der Energieberatung NÖ
zeigt, wie sich Sparpotenziale leicht heben lassen. Davon profitieren
Umwelt und Geldbörse gleichermaßen“, empfiehlt LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf rechtzeitig zum Beginn der kalten Jahreszeit einen
Blick auf die Heizung zu werfen. Die Expertinnen und Experten der
Energieberatung NÖ geben praktische Tipps, wie man die Heizung jetzt
winterfit machen kann.

„Bei alten Heizanlagen hilft oft nur mehr ein Kesseltausch. Viele
zögern aber, obwohl ein moderner Kessel weit weniger Energie
verbraucht als ein 20 Jahre altes Modell“, ergänzt Herbert
Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ. Beim
Heizungs-Check erhalten Haushalte um nur 30 Euro eine Energieberatung
und eine genaue Analyse der Heizanlage durch Profis.

In Neubauten dürfen ab dem kommenden Jahr keine Ölheizungen mehr
eingebaut werden. Der Umstieg auf erneuerbare Energien wird vom Land
gefördert. Bis zu 3.000 Euro Förderung gibt es für den Ersatz eines
bestehenden Ölkessels, Gaskessels oder einer Gastherme durch
Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien. Mit bis zu 1.000
Euro gefördert wird die Dämmung der obersten Geschoßdecke, wenn ein
Mindestdämmwert erreicht wird.

Um eine bestehende Heizungsanlage winterfit zu machen, sollte man ein
paar Dinge berücksichtigen. Wenn man Radiatoren nach dem Einschalten
der Heizung „blubbern“ hört, dann ist eine Entlüftung der Heizkörper
erforderlich. Mit einem eigenen Schlüssel wird das Ventil geöffnet
und die Luft, die den Wärmetransport blockiert, ausgelassen. Danach
wird es wieder angenehm warm. Entlüftungsschlüssel gibt es in jedem
Baumarkt. Ein warmer Heizraum im Keller verschwendet Energie. Mit dem
Dämmen der Heizungsrohre gelangt die Wärme genau dorthin, wo sie
gewünscht wird: in den Wohnbereich.

Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart ungefähr sechs Prozent der
Heizenergie. Kontrollieren Sie bei programmierbaren Raumthermostaten
die eingestellten Uhrzeiten. Unter Umständen ist noch die Sommerzeit
eingestellt. Tipp: Die Nachtabsenkung auf 16 Grad Innentemperatur
stellen, so dass der Kessel und die Heizungspumpe nachts abschalten.
Verwenden soll man auf Radiatoren Thermostatventile, um die
Temperatur in einzelnen Räumen anzupassen. Die empfohlene Temperatur
in Aufenthaltsräumen liegt bei rund 21 Grad, im Badezimmer kann sie
etwas höher sein (22 bis 24 Grad) und in Schlafräumen niedriger.

Weiters empfiehlt es sich, die Heizungspumpe auf die niedrigste Stufe
zu stellen oder gegen eine Hocheffizienzpumpe zu tauschen. Das spart
Stromkosten und verhindert störende Geräusche im Haus. Die Heizkörper
müssen überall warm werden. Bei ungleichmäßiger Erwärmung empfehlen
wir einen hydraulischen Abgleich der Anlage. Ein Blick auf das
Manometer zeigt, ob der Fülldruck in der Heizungsanlage passt. Der
optimale Bereich wird durch spezielle Marken angezeigt und liegt bei
etwa einem bar. Wenn zu wenig Druck herrscht, heißt es Wasser
nachfüllen. Neue Heizungsanlagen sind oft mit speziell aufbereitetem
Heizungswasser gefüllt, welches das Heizsystem schont. Ein guter
Zeitpunkt also, eine Wartung in Auftrag zu geben, wo alles gleich mit
erledigt wird. Gut gewartete Heizungen sparen Energie und machen sich
über die höhere Lebensdauer des Kessels bezahlt. Für weitere Fragen
steht die Energieberatungshotline der Energie- und Umweltagentur NÖ
unter der Telefonnummer 02742/221 44 zur Verfügung.

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-12704, E-Mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at, bzw. Energie- und
Umweltagentur NÖ, Philipp Hebenstreit, Telefon 02742/219 19, E-Mail
philipp.hebenstreit@enu.at, www.enu.at.

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Ing. Mag. Johannes Seiter
02742/9005-12174
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