LH Wallner: „Beschäftigungschancen für alle Jugendlichen“

Land und AMS investieren heuer fast 12 Millionen Euro in den Schwerpunkt Jugendbeschäftigung

Bregenz (OTS) – „Bildung ist das Wichtigste, ein hohes Potenzial
an gut ausgebildeten jungen Menschen ist eine entscheidende Stärke
eines Wirtschaftsstandortes“, sagte Landeshauptmann Wallner. Ziel sei
es, allen Jugendlichen die Gewissheit zu vermitteln, dass sie
gebraucht werden und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, ihre
Fähigkeiten voll zu entfalten.

Als ein bestens bewährtes Orientierungsangebot verwies Wallner auf
den Talente-Check des BIFO. Damit werden Schülerinnen und Schüler der
7. und 8. Schulstufe aktiv unterstützt, ihren weiteren schulischen
oder beruflichen Bildungsweg zu planen. Sämtliche Vorarlberger
Mittelschulen und Gymnasien nehmen daran teil, insgesamt profitieren
über 4.000 Schülerinnen und Schüler von diesem Angebot.

Landesstatthalter Rüdisser hob die Beschäftigungs- und
Ausbildungsgarantie von Land und AMS hervor: Alle 15- bis
25-Jährigen, die länger als drei Monate ohne Arbeit sind, erhalten
innerhalb der nächsten drei Monate ein Angebot. Die Meldedaten beim
AMS zeigen, dass diese Zusage eingehalten werden kann.

Besonderes Augenmerk müsse auf Jugendliche gelegt werden, die
aufgrund abgebrochener Schullaufbahn, problematischer
Familienverhältnisse, Armut oder Migrationshintergrund Probleme
haben, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen, erklärte Rüdisser. Hier
erweisen sich niederschwellige Beschäftigungsprojekte wie „Werkstadt
Bregenz“, „Startbahn“ und „Job Ahoi“ als wirkungsvoll. 2017 haben 350
Jugendliche an diesen Projekten teilgenommen. Das Bildungsprojekt
„Leuchtturm“ der Dornbirner Jugendwerkstätten bietet die Möglichkeit,
den Pflichtschulabschluss nachzuholen. 2017 waren insgesamt 63
Teilnehmende im Projekt, etwa die Hälfte davon mit
Migrationshintergrund. 32 Jugendliche haben im letzten Jahr ihren
Abschluss geschafft.

Einen besonderen Stellenwert haben die Produktionsschulen, die
Jugendliche mit erfüllter Schulpflicht auf eine Lehrausbildung
vorbereiten. Im letzten Jahr wurde die Zahl der zur Verfügung
stehenden Plätze von 67 auf 91 aufgestockt. Auch die
überbetrieblichen Ausbildungszentren sind eine Chance für junge
Leute, über eine „Praktikerlehre“ den Sprung in den primären
Arbeitsmarkt zu schaffen. Im Ausbildungsjahr 2018/2019 stehen in den
Bereichen Holz, Metall, Lagerlogistik, Malerei, Einzelhandel und
Elektrotechnik insgesamt 134 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Weitere
zwölf Ausbildungsplätze (zehn im Gastro-Bereich und zwei im
IT-Bereich) werden wie im vergangenen Ausbildungsjahr von der Aqua
Mühle Vorarlberg GmbH als Subunternehmer bereitgestellt.

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