
Ausgeglichener Haushalt – Pflege zuhause stärken
Ausgeglichener Landeshaushalt 2019 mit neuem Pflegepaket und bewährten Investitionsschwerpunkten
Bregenz (OTS) – (VLK) – Die Vorarlberger Landesregierung hat für 2019
erneut einen ausgeglichenen Landesvoranschlag vorgelegt. Mit knapp
1,9 Milliarden Euro ist das Budgetvolumen um zwei Prozent höher als
im laufenden Haushaltsjahr. An den bewährten
Investitionsschwerpunkten – Arbeitsmarkt, Bildung, Kinderbetreuung,
Wohnbau, Öffentlicher Nahverkehr und Gesundheit – werde festgehalten,
informierte Landeshauptmann Markus Wallner gemeinsam mit
Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Landesrat Johannes Rauch im
Pressefoyer am Dienstag, 13. November. Einen besonderen Akzent will
die Landesregierung mit einem Zukunftspaket für die Pflege setzen.
„Uns ist es ganz wichtig, dass wir älteren Menschen jenen Respekt
und jene Beachtung zukommen lassen, die sie sich verdient haben. Mit
dem neuen Pflegepaket wollen wir nicht nur die ambulante Pflege
stärken, sondern auch die pflegenden Angehörigen entlasten“, betonte
Landeshauptmann Wallner. Zu diesem Zweck wurde ein sechs Millionen
Euro schweres Pflegepaket geschnürt. Die Förderung beim Einsatz einer
24-Stunden-Pflege wird um 27 Prozent erhöht, sodass die Betroffenen
künftig bis zu 700 statt 550 Euro pro Monat bekommen. Außerdem wird
die Hauskrankenpflege weiter ausgebaut und in den Mobilen
Hilfsdiensten werden zusätzliche Anstellungen finanziert. Die
Pflegeheime erhalten in Zukunft Zuschüsse, um ihren Aufwand inder
Praxisbegleitung der Pflegeschülerinnen und -schüler abzudecken.
Keine neuen Schulden
Neben diesem Impuls in der Pflege will die Landesregierung
weiterhin den Kurs einer soliden Finanzpolitik halten. „Unser Ziel
ist es, keine neuen Schulden zu machen und in der momentan guten
Wirtschaftslage die wichtigen Zukunftsinvestitionen fortzusetzen“, so
LH Wallner.
Wohnbauoffensive
Landesstatthalter Rüdisser hob die erfolgreiche Umsetzung der
Wohnbauoffensive des Landes hervor. So wurde seit 2014 rund eine
Viertelmilliarde Euro in den Bau gemeinnütziger Wohnungen investiert.
Bis zum Ende des Jahres 2019 wird dadurch Wohnraum für knapp 8.400
Personen geschaffen. „Wichtig war und ist uns, nicht nur in den
Ballungsräumen, sondern landesweit Angebote zu schaffen. Heute leben
schon 97 Prozent der Vorarlberger Bevölkerung in Gemeinden, in denen
gemeinnützige Wohnungen zur Verfügung stehen“, erläuterte Rüdisser.
Dass in den letzten Jahren ein steigender Anteil unter 30-jähriger
Menschen Landgeld in Anspruch genommen hat, sei ein erfreuliches
Anzeichen im Hinblick auf die Leistbarkeit des Wohnens.
Öffentlicher Verkehr
Landesrat Rauch unterstrich ebenfalls die Bedeutung des neuen
Pflegepakets der Landesregierung. Dieses sei eine wichtige Vorsorge
für die künftigen Herausforderungen in Pflege und Betreuung. „Der
Ausbau der ambulanten Pflege entlastet die pflegenden Angehörigen,
die nach wie vor meistens weiblich sind. Diese Frauen verdienen ein
großes Dankeschön und unsere höchste Anerkennung.“ Außerdem verwies
Landesrat Rauch auf die im Öffentlichen Verkehr und im Fahrradverkehr
erzielten Verbesserungen. Jüngster Erfolg: Das kürzlich eingeführte
Online-Ticketsystem FAIRTIQ, welches von den Fahrgästen bestens
angenommen wird. „Wir können mit dem Ausbau des Öffentlichen Verkehrs
und der Fahrradinfrastruktur in den nächsten Jahren eine grundlegende
Veränderung des Mobilitätsverhaltens bewirken. Angebot schafft
Nachfrage“, zeigte sich Rauch überzeugt. Die Entwicklung der
Jahreskartenverkäufe unterstreicht diese Aussage: So haben bereits
rund 70.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger eine VVV-Jahreskarte.
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