
Rübig: „Telefonieren in der EU wird günstiger“
„Fortschritt in Richtung digitaler Binnenmarkt, aber es bleibt noch viel zu tun“
Straßburg (OTS) – „Die gute Nachricht ist: Telefonieren in der EU
wird ab Mai 2019 günstiger. Damit kommen wir unserem Ziel eines
digitalen Binnenmarktes in Europe einen Schritt näher. Doch gibt es
noch viel zu tun. Denn Auslandstelefonate in der EU bleiben teurer
als Inlandstelefonate. Und es bleibt unmöglich, sich irgendwo in
Europa die SIM-Karte des günstigsten Anbieters zu kaufen und sie dann
europaweit auf Dauer zu nutzen“, sagt Paul Rübig, Telekomsprecher der
ÖVP im Europaparlament. Das Plenum stimmt heute über das
Verhandlungsergebnis zwischen Parlament und Mitgliedstaaten für ein
Gesetzespaket für die Telekombranche ab. Der Gesetzgebungsprozess ist
damit abgeschlossen.****
Konkret wird der Maximaltarif für einen Anruf innerhalb der EU auf
19 Cent pro Minute begrenzt, für eine Textnachricht dürfen höchstens
noch sechs Cent anfallen. „Bis dahin war es ein weiter Weg“, erinnert
sich Rübig, der weithin als „Mr. Roaming“ firmiert. „Am 27. Juni 2007
haben die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die damalige
EU-Kommissarin Viviane Reding, der frühere Europaparlamentspräsident
Hans-Gert Pöttering sowie meine CSU-Kollegin Angelika Niebler und ich
die erste Roaming-Verordnung unterschrieben.“
„Wurden damals die Aufschläge für Handytelefonate im Ausland
erstmals gekappt, so sind sie erst im Sommer 2017 ganz weggefallen.
Das muss natürlich auch für Telefonate ins EU-Ausland gelten“, sagt
Rübig. „Es ist völlig widersinnig, dass ein Telefonat in ein anderes
EU-Land mehr kostet, als von dort nach Österreich. Genauso
inakzeptabel ist, dass ein Telefonat von Linz nach Freilassing mehr
kostet als von Bregenz nach Wien. Diese Relikte aus der Vergangenheit
müssen weg.“
„Zudem muss es möglich sein, sich EU-weit das beste Angebot
auszusuchen und seine SIM-Karte in Spanien, Belgien, Estland oder
sonst wo zu kaufen und EU-weit zu nutzen. Und die Großhandelspreise
für Roamingminuten im EU-Ausland müssen noch sinken, damit auch
kleinere Anbieter im Wettbewerb bestehen können. Von einem wahren
digitalen Binnenmarkt sind wir also leider noch meilenweit entfernt.
Dabei ist das Ziel ein globaler digitaler Markt mit dem Vorbild
Europa“, sagt Rübig.
„Richtige Schritte in Richtung eines digitalen Binnenmarktes und
einer Gigabit-Gesellschaft in Europa sind andere Elemente des
Telekom-Pakets“, erläutert Rübig. „So legen wir gemeinsame Regeln für
den Aufbau des superschnellen 5G-Internets fest, regeln die Vergabe
von Funkfrequenzen und Frequenzvorschriften einheitlich.“
Dr. Paul Rübig MEP,
Tel.: +32-2-284-5749,
paul.ruebig@ep.europa.eu
Wolfgang Tucek,
EVP-Pressedienst,
Tel.: +32-484-121431,
wolfgang.tucek@ep.europa.eu
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