Armutskonferenz: Soziales Netz in Not! Höheres Risiko in den Abgrund zu fallen.

Wir zeigen wie wichtig ein soziales Netz in Not für uns alle ist, aber auch was es heißt, wenn es eingerissen und kaputt gemacht wird.

Wien (OTS) – Vor dem Bundeskanzleramt machte die Armutskonferenz
heute die Angriffe auf das soziale Netz sichtbar. „Wer sieht unsere
Sorgen und Ängste?“ fragen Armutsbetroffene angesichts unleistbarem
Wohnen, prekärer Arbeit, Kürzungen bei Mindestsicherung und Kindern,
Altersarmut und den öffentlichen Diffamierungen der letzten Monate.

BILD der Aktion: [https://www.ots.at/redirect/BILD_der_Aktion]
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„Wir zeigen wie wichtig ein soziales Netz in Not für uns alle ist,
aber auch was es heißt, wenn es eingerissen und kaputt gemacht wird“,
so der Tenor der gemeinsamen Aktion von Mindestpensionistinnen,
Alleinerziehenden, Erwerbsarbeitslosen, Prekarisierten,
VertreterInnen psychisch Erkrankter oder Selbsthilfegruppen von
Mindestsicherungsbeziehern.
Ziel eines „modernen sozialen Netzes“ sind „Grundrechte statt
Almosen, Chancen statt Abstieg, sozialer Ausgleich statt Spaltung,
Achtung statt Beschämung.“ Kaputt gemacht wird das soziale Netz, wenn
soziale Grundrechte und Chancen geschwächt, Almosencharakter und
Unsicherheit verschärft werden. „Dann drohen wir alle schneller in
den Abgrund zu fallen, wenn die Risken des Lebens zuschlagen“.

Zwtl.: Ein kaputtes soziales Netz schadet uns allen

Angegriffen und kaputt gemacht wird das soziale Netz durch
unleistbar teures Wohnen, Kürzungen des Lebensbedarfs, Willkür und
Kann-Leistungen, Streichung von Beratung und Hilfe, Diffamierung und
Abwertung, sozialer Ungleichheit, schlechten Schulen, Neiddebatten,
Ausgrenzung, Abschaffung der Notstandshilfe, Altersarmut, prekäre
Arbeit. Wichtig ist ein soziales Netz für ans alle in Not mit guter
Gesundheitsversorgung, Wohnbeihilfe & Wohnungssicherung, Anerkennung
& Respekt, Mitbestimmung, Absicherung im Alter, Rechtshilfe,
Mindestsicherung, Bildungsmöglichkeiten, sozialen Grundrechten,
fairen Löhnen, Kinderbetreuung und einem sozialen Europa. Die Kürzung
von Beratungsstellen, der Stopp des Ausbaus von Ganztagsschulen, die
Streichung des Integrationsjahrs, Streichung von
Arbeitsmarktprojekten für ältere -oft auch kranke -Arbeitssuchende,
die Schwächung der Kinder- und Jugendhilfe, all das geht zu unser
aller Lasten.
Soziale Ungleichheit schadet und zwar fast allen. Zahlreiche Studien
belegen: eine sozial polarisierte Gesellschaft bringt Nachteile nicht
nur für die Ärmsten, sondern für uns alle.

Zwtl.: Leben – Mehr als Überleben!

„Sichtbar werden und gehört werden“, das sind die zentralen
Anliegen, die Menschen mit Armutserfahrungen im Rahmen der „Plattform
Sichtbar Werden“ der Armutskonferenz verfolgen. Dabei machen
Mindestpensionistinnen, Straßenzeitungen, Prekarisierte,
Alleinerziehende, Erwerbsarbeitslose, VertreterInnen psychisch
Erkrankter oder Selbsthilfegruppen von Mindestsicherungsbeziehern
deutlich, was fehlt.

„Sichtbar werden sollen unsere Alltagserfahrungen. Sichtbar werden
sollen unser Können und unsere Stärken. Sichtbar werden sollen unsere
Forderungen und Wünsche zur Verbesserung der Lebenssituation.“

Die Armutskonferenz.
www.armutskonferenz.at
Tel.: 01/4026944 oder 0664/5445554

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