
Paying Taxes 2019: Österreich belegt im internationalen Steuerwettbewerb Platz 40 von 190 Volkswirtschaften
Fortschreitende Digitalisierung der österreichischen Finanzverwaltung sichert Österreich Frontrunner-Stellung bei den Post-Filing ProzessennNeue Form der Zusammenarbeit von Unternehmen und
Finanzverwaltung: Horizontal MonitoringnÖsterreich mit einer Gesamtsteuerrate von 51,5 Prozent weit über dem globalen Schnitt von 40,4 ProzentnFür Unternehmen aller Größen und Branchen ist der Einsatz neuer
Technologien ein zentrales Thema zur Reduktion des im Rahmen der Tax
Compliance benötigten Zeitaufwands. Sinkende Kosten der neuen
Informationstechnologien führen bereits zu einem vermehrten Einsatz,
sowohl durch Unternehmen als auch Steuerbehörden. Die fortschreitende
Digitalisierung und Implementierung neuer elektronischer Systeme
könnte die Belastungen, denen Steuerzahler durch Steuervorschriften
ausgesetzt sind, weiter deutlich verringern – die Steuerbehörden
schöpfen dieses Potenzial im weltweiten Vergleich aber noch nicht
genug aus. Das ist die Erkenntnis des Berichts Paying Taxes 2019, der
von PwC und der Weltbankgruppe veröffentlicht wurde. Er analysiert
jährlich die Steuerbelastung sowie den Aufwand zur Erfüllung der
Steuerpflicht in 190 Volkswirtschaften.Im Gesamtranking erzielt
Österreich hierbei Platz 40 von 190.
Österreich kann mit einer modernen Finanzverwaltung im weltweiten
Vergleich punkten: Durch den Einsatz neuer Technologien und digitaler
Systeme wie FinanzOnline wurde in den letzten Jahren der Zeitaufwand
für die Erfüllung der Steuer- und Abgabepflichten erheblich
reduziert. Das macht sich auch in den Post-Filing Prozessen für
Umsatzsteuer- und Körperschaftsteuererklärungen bemerkbar, die zu den
herausforderndsten und langwierigsten Prozessen gehören, die
Unternehmen erfüllen müssen. Österreich liegt mit 98,5 Punkten (auf
einer Skala bis 100) auf Platz 2 im Vergleich mit den
EU-Mitgliedstaaten und auf Platz 5 im weltweiten Vergleich.
Eine völlig neue, partnerschaftliche Form der Zusammenarbeit
zwischen Unternehmen und Finanzverwaltung in Österreich bringt die
Einführung von Horizontal Monitoring ab 2019. Das Konzept beruht auf
der begleitenden – statt nachträglichen – Kontrolle von Unternehmen.
Hieraus ergeben sich für Unternehmen viele Vorteile im
Verfahrensablauf, etwa zeitnahe Kontrolle, erhöhte Rechtssicherheit
und bessere Planbarkeit.
Rudolf Krickl, Partner und Steuerexperte bei PwC Österreich: „Die
österreichische Finanzverwaltung ist ständig bestrebt, den
Zeitaufwand für den Steuerpflichtigen für die Erfüllung der
Abgabepflichten weiter zu reduzieren. Hier ist Österreich bereits
heute deutlich besser als der globale Schnitt, allerdings nimmt die
Komplexität der administrativen Herausforderungen global und
insbesondere in Europa insgesamt weiter zu. Das geht auch an der
österreichischen Finanzverwaltung nicht spurlos vorüber.“
Im weltweiten Durchschnitt gibt es kaum Veränderungen
hinsichtlichder Gesamtsteuerrate, diese bleibt mit 40,4 Prozent
nahezu gleich zum Vorjahr (40,5 Prozent). Der Zeitaufwand ist um zwei
Stunden auf 237 gesunken, die Anzahl der Zahlungen ist verglichen mit
2016 unverändert (24). In Österreich ist die Gesamtsteuerrate mit
51,5 Prozent zwar deutlich über dem weltweiten Durchschnitt,
allerdings ist diese im Vergleich zum Vorjahr (51,8 Prozent)
geringfügig gesunken. Rudolf Krickl, Partner und Steuerexperte bei
PwC Österreich: „Insgesamt reduziert sich der Gesamtsteuersatz nur
sehr langsam. Insbesondere die Senkung der Lohnnebenkosten und die
damit verbundene Entlastung des Faktors Arbeit hätte positive
Auswirkungen.“ Die Stunden zur Erfüllung der Steuerpflicht (131) als
auch die Anzahl der Zahlungen (12) sind in Österreich gleich
geblieben und liegen weiterhin deutlich unter dem weltweiten
Durchschnitt.
Insgesamt bekräftigen die Ergebnisse der Paying Taxes Studie 2019
jene Trends, die seit Beginn der Erhebung im Jahr 2004 bestehen:
Der durchschnittliche Zeitaufwand zur Erfüllung der Steuerpflicht ist seit 2004 um 84 Stunden zurückgegangen, die durchschnittliche Anzahl der getätigten Zahlungen um 10,3 Zahlungen – beides aufgrund der technologischen Entwicklung.nIm Jahr 2017 sank der Gesamtsteuersatz bei der Ertragsteuer in 58 Volkswirtschaften und stieg in 37, umgekehrt fiel der Gesamtsteuersatz auf Arbeit in 17 Volkswirtschaften und stieg in 39. Dieser Trend, dass in mehr Volkswirtschaften der Gesamtsteuersatz bei der Gewinnsteuer sinkt und der Gesamtsteuersatz bei Steuern auf Arbeit steigt, lässt sich seit 2005 jedes Jahr erkennen.nDurchschnittlich dauert eine Umsatzsteuerrückvergütung in Volkswirtschaften mit hohem Einkommen 19,2 Wochen, in Volkswirtschaften mit geringem Einkommen jedoch mehr als doppelt so lang (44 Wochen).n Die Studie Paying Taxes 2019 zeigt auch, wie unterschiedlich
komplex Steuerprüfungen im weltweiten Vergleich sind:
Steuerpflichtige können mehrere Tage (bis zu 128 Stunden) damit
verbringen, Informationen für eine Prüfung zu sammeln, für andere
dauert es nur wenige Stunden. Auch die Qualifikation der Steuerprüfer
wirkt sich aus: Der Bericht macht deutlich, wie unerlässlich die Aus-
und Weiterbildung der Steuerprüfer für ein gut funktionierendes
Steuersystem ist. In 97 Prozent der Volkswirtschaften gibt es eine
Ausbildung für Steuerbeamte, aber nur 35 Prozent der
Volkswirtschaften haben regelmäßige Schulungen.
Alle Ergebnisse finden Sie hier: [Paying Taxes 2019]
(https://www.ots.at/redirect/pwc13)
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