
Plattform Industrie 4.0: Regional vernetzt, gemeinsam erfolgreich in der digitalen Transformation
Summit Industrie 4.0: Regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit in der Industrie 4.0
Bregenz (OTS) – Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Big
Data halten zunehmend Einzug in die industrielle Produktion. Welche
Chancen Industrie 4.0 für den Wirtschaftsstandort bietet, war Thema
einer Pressekonferenz am Rande des dritten „Summit Industrie 4.0“ –
der Jahreskonferenz der Plattform Industrie 4.0 Österreich, die heuer
in Kooperation mit der Wirtschafts-Standort Vorarlberg (WISTO) und
der Standortagentur Tirol in Bregenz stattfand: Experten aus ganz
Österreich unterstrichen dabei, dass die regionale, nationale und
internationale Zusammenarbeit in der Industrie 4.0 sehr wichtig ist
und präsentierten Erfolgsbeispiele aus Tirol und Vorarlberg. Die
Plattform Industrie 4.0 Österreich, die alle relevanten Stakeholder –
Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und
Bundesländer – unter einem Dach zusammenbringt, ist dabei ein
wichtiger Treiber.
Industrie 4.0 bietet für den Wirtschaftsstandort zahlreiche
Chancen, wenn ideale Rahmenbedingungen geschaffen und Kooperationen
ausgebaut werden – zwischen Unternehmen, zwischen Wirtschaft und
Wissenschaft sowie zwischen Bundesländern und Bund. Österreich nimmt
hierbei im internationalen Vergleich bereits eine Vorreiterrolle ein.
„Mit der Plattform Industrie 4.0 Österreich haben wir ein starkes
Netzwerk, einen kompetenten Impulsgeber und zuverlässigen Partner
gefunden, der uns hilft, eine der größten Herausforderungen des
kommenden Jahrzehnts, die Digitalisierung unserer Wirtschaft und
Gesellschaft, erfolgreich zu meistern“, betont Michael Wiesmüller,
Leiter der Abteilung Schlüsseltechnologien für die industrielle
Innovation im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und
Technologie (BMVIT).
Zwtl.: Zusammenarbeiten für die Digitalisierung in der Industrie
Die unabhängige Plattform Industrie 4.0 Österreich, die derzeit 47
Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Arbeitgeber-
und Arbeitnehmerseite zählt, hat in den drei Jahren ihres Bestehens
die Digitalisierung in der produzierenden Industrie unterstützt.
„Mehr als 500 Experten aus verschiedenen Feldern arbeiten unter dem
Dach der Plattform zusammen – deshalb sehen wir uns als Kompetenz
Hub, in dem die Weichen für die voranschreitende Digitalisierung der
österreichischen Industrie gestellt werden“, betont Kurt Hofstädter,
Vorstandsvorsitzender der Plattform Industrie 4.0 Österreich. Wobei
nicht nur die Kooperationen auf regionaler oder nationaler Ebene von
Bedeutung sind: Im heurigen April wurde die vertiefte Zusammenarbeit
mit dem deutschen und Schweizer Pendant der Plattform Industrie 4.0
Österreich beschlossen. Korea als diesjähriges Partnerland am Summit
Industrie 4.0 versprach spannende Einblicke aus diesem ostasiatischen
Land.
Zwtl.: Digitale Bildung für alle
Damit alle von den Chancen der Digitalisierung profitieren können,
ist Qualifikation wichtig – die Plattform Industrie 4.0 hat hierzu
ein [Ergebnispapier]
(https://www.ots.at/redirect/plattformindustrie401) veröffentlicht.
Für die Digitalisierungsexpertin der Arbeiterkammer Vorarlberg, Eva
King, steht außer Streit, dass die Digitalisierung es notwendig
macht, mehr digitale Kompetenz direkt in die Unternehmen zu bringen:
„Wir möchten als Arbeitnehmervertreter den digitalen Wandel aktiv
mitgestalten.“ In einem – in Österreich bislang einzigartigen –
Schulterschluss haben das Land Vorarlberg und die Sozialpartner
beschlossen, auf die Veränderungen des Lernens und Arbeitens im 21.
Jahrhundert durch die Gründung des „[Digital Campus Vorarlberg]
(https://www.digitalcampusvorarlberg.at/)“ zu reagieren. „Wir bündeln
über den ‚Digital Campus Vorarlberg‘ unsere bestehenden
Bildungsangebote und bilden in enger Abstimmung mit der Wirtschaft
die Fachkräfte für die digitale Zukunft aus“, erklärt King.
Zwtl.: Innovation fördern und Grenzen überwinden
Damit der Wirtschaftsstandort gesichert wird und Unternehmen in
der Region wettbewerbsfähig bleiben, begegnet die produzierende
Industrie diesen Veränderungen offensiv und positiv. „Wir müssen
dieses Zeitalter gestalten, um Vorreiter zu sein. Die Politik kann
dazu geeignete Rahmenbedingungen schaffen. Wir in den Unternehmen
übernehmen aber auch selbst Verantwortung und sensibilisieren
innerhalb der Industrie und unserer Unternehmen für eine Öffnung der
Innovationskultur. Es braucht diesen Kulturwandel, um
Unternehmensgrenzen zu überwinden, Open Innovation verstärkt zu
betreiben und Wissen zu teilen“, führt Martin Ohneberg, Präsident der
Industriellenvereinigung Vorarlberg, aus. Denn zukünftig wird es
immer wichtiger werden, unternehmensübergreifend in Teams
zusammenzuarbeiten, gemeinsam mit anderen Unternehmen neue
Geschäftsmodelle zu entwickeln, überbetriebliche Forschung zu
betreiben und dafür personelle und finanzielle Mittel
bereitzustellen, um am Markt zu reüssieren.
Zwtl.: Gelebte Kooperationen in Vorarlberg
Mit der „[Digitalen Agenda Vorarlberg]
(https://www.ots.at/redirect/vorarlberg22)“, die im April 2018
präsentiert wurde, wird das Ländle auf die stattfindende
Digitalisierung vorbereitet. Gelungenes Beispiel für die praxisnahe
Unterstützung von Unternehmen ist das „[V-Netzwerk Intelligente
Produktion] (https://www.wisto.at/de/intelligenteproduktion)“:
Vorarlberger Unternehmen werden dabei bei der Implementierung von
Industrie 4.0 unterstützt und der Austausch mit weiteren Industrie
4.0-Netzwerken wird forciert. „Wir sind überzeugt, dass wir die
digitale Transformation nur zusammen bewerkstelligen können. Diese
enge Zusammenarbeit und der intensive Austausch der regionalen
Akteure bilden die Basis der Stärke und Effizienz des
Wirtschaftsstandortes. Diesen Weg werden wir auch bei der
kontinuierlichen Umsetzung der ‚Digitalen Agenda Vorarlberg‘ weiter
beschreiten. In diesem Sinne freuen wir uns, heuer Hosting-Partner
für den 3. Summit Industrie 4.0 zu sein“, so WISTO-Geschäftsführer
Joachim Heinzl. Weitere Beispiele zeigen die gelebte Kooperation im
Bereich Digitalisierung am Standort Vorarlberg: Das Projekt
„[BodenseeMittelstand 4.0] (http://www.bomi40.eu/de/)“ unterstützt
KMU grenzübergreifend bei der digitalen Transformation. Die [Digital
Factory der FH Vorarlberg]
(https://www.fhv.at/forschung/digital-factory-vorarlberg/) entwickelt
mit Unternehmen und akademischen Partnern neue, digitale Methoden.
Zwtl.: Digitalisierungsprojekte aus Tirol
Auch die Tiroler Landesregierung hat Anfang 2018 mit ihrer
Digitalisierungsoffensive gestartet: Auf der Plattform
„[digital.tirol] (https://www.ots.at/redirect/digital.tirol)“ werden
digitale Leistungen und Angebote verschiedener Partner gebündelt
abgebildet und Unternehmen einfacher zugänglich gemacht. Die
Standortagentur Tirol ist dabei die zentrale Schnittstelle. „Um von
Big Data zum Big Business zu kommen, gewinnen Unternehmensstrukturen
immer mehr an Bedeutung. Neben dem technisch Möglichen und Machbaren,
um Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette nutzbar zu machen
und Produktions- und Arbeitsabläufe effizienter und flexibler zu
gestalten, geht es heute um den ‚nächsten Schritt‘: um die zur
Digitalisierung passenden Unternehmensstrukturen, Managementformen
und Geschäftsmodelle. Industrie 4.0 kann im Unternehmen 1.0 nicht
funktionieren“, sagt Marcus Hofer, Geschäftsführer der
Standortagentur Tirol. Ein Beispiel für eine gelungene Kooperation
ist das „Qualifizierungsnetz – Work Enabling Systems and
Technologies“ ([Q-WEST] (https://www.ots.at/redirect/uibk2)), bei dem
akademische Partner teilnehmenden Unternehmen Industrie 4.0 näher
bringen.
Zwtl.: Über die Plattform Industrie 4.0 Österreich
Die Initiative hat sich seit ihrer Gründung 2015 durch das
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
gemeinsam mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden zu einem
etablierten Kompetenzträger zum Thema Industrie 4.0 entwickelt. Der
Verein setzt Aktivitäten, um eine dynamische Entwicklung des
österreichischen Produktionssektors zu sichern, Forschung, Innovation
und Qualifikation zu forcieren und zu einer qualitätsvollen
Arbeitswelt sowie zu einem hohen Beschäftigungsniveau beizutragen.
Das Ziel ist, die neuen technologischen Entwicklungen und
Innovationen der Digitalisierung bestmöglich für Unternehmen und
Beschäftigte zu nutzen und den Wandel für die Gesellschaft
sozialverträglich zu gestalten. Weitere Informationen unter
[www.plattformindustrie40.at] (http://www.plattformindustrie40.at/)
Verein Industrie 4.0 Österreich – die Plattform für intelligente Produktion
Jasmina Schnobrich-Cakelja
+43 1 588 39 75
jasmina.schnobrich@plattformindustrie40.at
Brandenstein Communications
Marco Jäger
+43 1 319 41 01-12
m.jaeger@brandensteincom.at
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