BM Raab und BM Nehammer: Mehr Frauen in der Polizei und Offensive im Gewaltschutz

Frauenministerin Raab und Innenminister Nehammer forcieren verstärkte Rekrutierung von Frauen in Polizei – wichtiger Aspekt im Kampf gegen Gewalt an Frauen

Wien (OTS) – „Wir müssen junge Polizistinnen ermutigen, auch verstärkt Führungsfunktionen anzustreben. Die Polizei ist ein Garant für Rechtsstaatlichkeit für unser demokratisches Zusammenleben und muss daher auch weiblich sein, um die Gesamtheit unserer Gesellschaft darstellen zu können“, sagte Innenminister Karl Nehammer beim gemeinsamen Medientermin mit Frauenministerin Susanne Raab zum Thema „Frauen in der Polizei und Offensive im Gewaltschutz“ heute in der Polizeiinspektion Fuhrmannsgasse im achten Wiener Gemeindebezirk.

„Die Polizei ist seit knapp drei Jahrzehnten weiblich. Ich bin stolz und es ist ein starkes Zeichen, dass in ganz Österreich bereits 6.100 Polizistinnen ihren Dienst versehen. Wir werden auch in Zukunft die Chancen von Frauen bei der Polizei fördern. Es ist wichtig, dass Frauen in Sicherheits-Fragen auch Frauen als Ansprechpartner bei der Polizei haben – vor allem bei jeder Form von Gewalt. Wir haben durchgesetzt, dass wir alleine heuer vier Millionen Euro zusätzlich in den Gewaltschutz investieren“, sagte Frauenministerin Susanne Raab.

Der Frauenanteil in der Polizei soll weiter konsequent erhöht werden. Derzeit versehen in Österreich etwa 6.100 Polizistinnen Dienst, das stellt einen Anteil von fast 20 Prozent dar. Im Bereich der dienstführenden Beamtinnen und Beamten (E2a – mittleres Manamgent – Funktionen wie zum Beispiel Kommandantin einer Polizeiinspektion oder Aufgaben im Bereich der Landeskriminalämter) beträgt der Anteil von Frauen rund 12 Prozent. Hier soll laut Nehammer der Anteil von Polizistinnen deutlich steigen.

Ab September 2020 wird die E2a-Ausbildung in allen Bundesländern angeboten werden. Bisher waren lediglich Standorte in Wien, Traiskirchen und Tirol vorgesehen.

„Wir schaffen dadurch die Möglichkeit, Familie und Beruf leichter zu vereinbaren. Ich sehe darin einen permanenten Prozess, der noch viele Schritte benötigt und unserer ständigen Aufmerksamkeit bedarf“, so Innenminister Nehammer.

„Der Kampf gegen Gewalt an Frauen muss in einem gesamtgesellschaftlichen Ansatz gesehen werden. Die Polizei in ihrer Gesamtheit, aber vor allem unsere Polizistinnen leisten hier einen wesentlichen Beitrag, um die Opfer unmittelbar und zeitnah kompetent zu betreuen“, bekräftigte der Innenminister. Deswegen würden weiterhin verstärkt Frauen rekrutiert werden, die speziell im Bereich Gewalt und Gewaltschutz ausgebildet und eingesetzt würden.

Dies sei eine wichtige Maßnahme im Bereich des Gewaltschutzes neben der ständigen Erweiterung der gesetzlichen Befugnisse durch Novellen, umfassenden Schulungsmaßnahmen in der Grundausbildung und der berufsbegleitenden Fortbildung sowie der Anwendung von Wegweisung und dem Aussprechen von Betretungsverboten.

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