
Nehammer/Raab: „Informationsoffensive gegen Häusliche Gewalt“
Innenminister startet Info-Kampagne „Sicher zu Hause“ – Frauenministerin Raab: „Mehr als 70 Prozent Anstieg bei Beratungsangeboten für Frauen“
Wien (OTS) – „Gewalt in der Familie darf kein Tabu-Thema sein. Gerade in schwierigen Zeiten brauchen viele Menschen besonderen Schutz und Beistand. Das betrifft auch jene, die von häuslicher Gewalt betroffen sind“, betonte Innenminister Karl Nehammer anlässlich der Präsentation der Kampagne „Sicher zu Hause“.
Seit Samstag gibt es auf der Homepage des Bundesministeriums für Inneres (BMI) umfassende Informationen und Serviceangebote rund um das Thema Gewalt in der Familie. Ab heute Sonntag wird die Bevölkerung mit Inseraten informiert, kommende Woche werden auch Präventions-Spots ausgestrahlt. Nehammer: „Gewalt passiert oft hinter verschlossenen Türen. Bitte schauen und hören Sie nicht weg. Immer wieder sind Kinder betroffen, als Opfer oder stille Zeugen. Mit dieser Kampagne schützen wir die Schwächsten, denn Gewalt ist keine Privatsache.“ Der Innenminister hob außerdem die bedeutende Rolle der Polizei hervor: „Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle auch allen Polizistinnen und Polizisten, denn ich kann Ihnen garantieren:
Wenn Sie betroffen sind und den Polizeinotruf 133 oder den internationalen Notruf 112 wählen, wird Ihnen geholfen.“
Frauenministerin Susanne Raab: „Quarantäne ist kein Freibrief für Gewalt. Mir war es deshalb wichtig, dass wir frühzeitig reagieren und allen Frauen ganz klar vermitteln: Sie sind nicht allein. Auch in Corona-Zeiten gibt es selbstverständlich Anlaufstellen, die Hilfe, Unterstützung und Schutz bieten. Allein die 24h-Frauen-Helpline verzeichnete in den letzten Tagen über 70 Prozent mehr Anrufe. Ich unterstütze daher auch die neue Kampagne des Innenministeriums, weil in dieser Ausnahmesituation jede von häuslicher Gewalt bedrohte Frau wissen soll, dass es Hilfe für sie und ihre Kinder gibt.“
Rat und Hilfe
Die aktuellen Lebensbedingungen sind herausfordernd: Viele Familien und Paare verbringen den Tag gemeinsam zu Hause, sollen zum Teil im Homeoffice arbeiten und mit ihren Kindern lernen – und das in manchmal sehr beengten räumlichen Verhältnissen. Dazu kommen oft existenzielle Sorgen, die Angst vor einer Erkrankung und die allgemeine Ungewissheit, wie es weitergeht. Das kann zu emotionalen Spannungen und Aggressionen führen, die im schlimmsten Fall mit Gewalt enden.
Ratschläge, wie Sie mit der außergewöhnlichen Situation umgehen können, wo und wie Sie im Bedarfsfall rasche und professionelle Unterstützung bekommen, sowie die rechtlichen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen erfahren Sie unter [www.bmi.gv.at/sicherzuhause]
(http://www.bmi.gv.at/sicherzuhause#_blank).
Bundesministerium für Inneres
Oberst Markus Haindl, BA MA
Pressesprecher des Bundesministers
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