
FPÖ – Brückl: Herr Minister Faßmann, Sie stigmatisieren eine ganze Generation Maturanten!
Es muss verhindert werden, dass die heurige Reifeprüfung als Corona-Jahrgang in die Geschichte eingeht
Wien (OTS) – „Das Durchpeitschen der Zentralmatura in abgespeckter Form kann nicht des Rätsels Lösung sein, wenn man verhindern möchte, dass die heurigen Maturanten als Corona-Jahrgang in die Geschichte eingehen“, übte heute der freiheitliche Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl Kritik an Bildungsminister Faßmann. „Die durch das Ausfallen der mündlichen Prüfungen ‚beschenkten Maturanten‘ werden immer den Makel haben, dass auf ihren Maturazeugnissen das Datum 2020 steht. Jeder Personalchef, der ein solches Zeugnis in die Hände bekommt, wird wissen: Damals gab es gar keine echte Matura“, so Brückl.
Immerhin sei auch immer wieder vonseiten der Schüler zu hören, dass man die Matura nicht geschenkt bekommen wolle. Das sei auch verständlich bei all der Energie und der Zeit, die man in die Vorbereitung investiert. „Es ist zwar absolut nachvollziehbar, den Schülern entgegenkommen zu wollen, aber der geplante Weg ist sicher nicht der richtige Ansatz. Wer den Maturanten tatsächlich entgegenkommen möchte, muss dafür Sorge tragen, dass die Betroffenen nicht ein Leben lang dem Stigma einer Corona-Matura ausgesetzt sind“, erklärte Brückl.
„Wir müssen bei der Lösung des Problems so realitätsnahe wie möglich agieren und den Schulen in dieser Causa mehr Autonomie zukommen lassen. Die Schulen wissen oftmals selbst am besten, wie sie mit der Situation vor Ort am besten umgehen. Deshalb fordern wir die diesjährige Aussetzung der Zentralmatura und den Schulen muss die Möglichkeit gegeben werden, die Reifeprüfungen nach ihren Bedürfnissen selbst zu handhaben. Diese Lösung im Sinne der Matura alt bietet zwei entscheidende Vorteile: Sie gibt den Schulen die Möglichkeit, die Prüfungen zeitlich autonom festzusetzen. So kann direkt auf die Bedürfnisse der Schüler und die jeweilige Situation vor Ort eingegangen werden. Weiters wissen die Lehrer selbst am besten, welchen Stoff sie mit den Schülern durchgenommen haben und können die Matura dementsprechend gestalten. Eine zentrale Prüfung würde dem Grundgedanken der Fairness nicht gerecht werden, da durch das Homelearning-Prinzip nicht sichergestellt werden kann, dass auch alle Schüler sämtliche relevanten Stoffgebiete gleichermaßen beherrschen“, betonte der FPÖ-Unterrichtssprecher.
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