„Universum History“ beleuchtet die Widersprüche in der Biografie des Lebenskünstlers Gunter Sachs

Am 19. Juni um 22.55 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Für Generationen war er der Playboy schlechthin. Sportlich, gutaussehend, im Mittelpunkt des Jetsets vom Wörthersee bis an die Cote d’Azur. Aber Gunter Sachs, der Millionenerbe, der sich mit Geld jeden Traum erfüllen konnte, hatte auch eine andere Seite, eine zweifelnde, hintergründige. „Universum History“ beleuchtet in einem sehr persönlichen Porträt von Hanns-Bruno Kammertöns und Michael Wech am Freitag, dem 19. Juni 2020, um 22.55 Uhr in ORF 2 die Widersprüche in der Biografie des Lebenskünstlers Gunter Sachs.

Für viele kam es völlig überraschend. Am 7. Mai 2011 erschoss sich Gunter Sachs in seinem Chalet im schweizerischen Gstaad. Der Selbstmord eines Mannes, der scheinbar alles erreicht hatte und alles erreichen konnte, blieb rätselhaft. Auch für den Journalisten Hanns-Bruno Kammertöns, leitender Redakteur der „Zeit“, der Sachs in den vergangenen 20 Jahren oft getroffen und interviewt hat. Für Michael Wechs Dokumentation begab er sich auf eine biografische Spurensuche – mit Hilfe der engsten Vertrauten von Sachs, seiner Witwe Mirja, den Söhnen Rolf, Gunnar und Halifax, seinen besten Freunden Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn und dem georgischen Prinzen Zourab Tchkotoua, mit Hilfe von prominenten Zeitzeugen wie Deutschlands Außenminister Hans-Dietrich Genscher, dem französischen Außenminister Roland Dumas und nicht zuletzt österreichischen Weggefährten wie Model Elisabeth Fallenberg, Hotelier Gebhard Götsch und dem legendären „Adabei“ Roman Schliesser.

Die Biografie von Gunter Sachs scheint von Gegensätzen geprägt zu sein: dem frühen Verlust von nahen Menschen wie seiner Mutter und seiner jungen Ehefrau, dem Selbstmord des Vaters – und dem Versuch, dieses Leiden durch Lebenslust zu bekämpfen: als Womanizer, der Frauen wie die persische Exkaiserin Soraya oder die französische Filmschauspielerin Brigitte Bardot eroberte, als Gastgeber von Jetset-Partys in St. Tropez, St. Moritz oder Velden, und als Künstler, der sich vor allem der Schönheit nackter Frauen widmete.

Posthum entstand so ein Bild eines Mannes, das vielschichtiger ist, als es mitunter in den Medien dargestellt wurde. Gunter Sachs, ein Mann voller Esprit – aber auch voller Melancholie. Für Spurensucher Kammertöns das Drama eines Menschen mit vielen Gaben, der sich bisweilen in Nebensächlichkeiten verlor und diese Zeit am Ende bitter bereute.

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender