Fleischerpräsident sieht Corona-Skandale in Großschlachtereien als politikgemacht an / Herbert Dohrmann fordert Umstrukturierung der gesamten Landwirtschaft und Umdenken von Handel und Verbrauchern

Bad Wörishofen (ots) – Der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes sieht die Politik in der Pflicht, die Missstände in einigen Großschlachtereien zu beseitigen. „Die Politik trägt hier die Verantwortung. Sie hat die Strukturen gestützt und sogar noch befördert, die in den vergangenen 30 bis 40 Jahren entstanden sind. Nur deshalb konnten Schlachtbetriebe solcher Größenordnungen entstehen“, sagte Herbert Dohrmann im Gespräch mit der Deutschen Handwerks Zeitung.

Auch die Discounter kritisiert Dohrmann: „Wenn Fleisch als Ramschartikel verkauft wird und ein Sonderangebot das nächste überbietet, muss man sich nicht wundern.“ Zudem sollten sich die Verbraucher an die eigene Nase fassen. „Es muss ja nicht jeden Tag Fleisch auf dem Teller liegen“, findet Dohrmann, der auf die großen Mengen verweist, die täglich weggeworfen würden. Durch die niedrigen Preise werde Fleisch zum Wegwerf-Produkt.

Der Fleischer-Präsident fordert eine Umstrukturierung der Landwirtschaft. Dazu gehörten das Tierwohl und bessere Haltungsbedingungen.

Das Interview in voller Länge unter dhz.net/dohrmann (https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/wir-sind-ganz-anders-als-die-industrie/150/3091/403947)

Pressekontakt:

Steffen Range
Chefredakteur Deutsche Handwerks Zeitung
Tel. 08247/354-115
E-Mail: steffen.range@holzmann-medien.de


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