Mit „Universum“ im Sommer die Welt entdecken: „Wildes Venedig“ und „Wildnis der Schweiz – Die Engadiner Bergwelt“

Am 21. Juli ab 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Im Rahmen der „Universum“-Serie „Im Sommer die Welt entdecken“ präsentiert die ORF-Naturfilmreihe seit 7. Juli 2020 u. a. einige der schönsten Destinationen Österreichs und Europas. Am Dienstag, dem 21. Juli, erforscht zunächst Klaus T. Steindls Dokumentation „Wildes Venedig“ – eine Koproduktion von ORF, epo-film, ARTE, NDR Naturfilm, ORF-Enterprise und BMBF – um 20.15 Uhr in ORF 2 das weitgehend unbekannte Venedig der Tiere. In „Wildnis der Schweiz – Die Engadiner Bergwelt“ – eine Koproduktion von kurt mayer film mit ORF, ARTE, NDR, gefördert von Fernsehfonds Austria – führen danach Kurt Mayer und Judith Doppler um 21.05 Uhr zu den Quellen des Inn.

„Wildes Venedig“ – „Universum“ erforscht das unbekannte Venedig der Tiere

Die Stadt Venedig führt ein Doppelleben, hier die quirlige Lagunenstadt, da die faszinierende Welt der vielen zum Teil unbewohnten Inseln und Sandbänke: Sie vermitteln noch heute den Eindruck jener Zeit, zu der die ersten Siedler/innen ihre Pfähle in den schlammigen Boden rammten. Mensch und Natur schufen einen gemeinsamen Lebensraum, den sie sich seit Jahrtausenden teilen: die Lagune von Venedig. Hinter der malerischen Fassade aus Palästen, Kirchen und Kanälen existiert ein bis heute kaum erforschter Kosmos, bevölkert von einer außergewöhnlichen Menagerie von Lebewesen – allgegenwärtig, aber kaum sichtbar. Venedigs Tiere leben mitten in der Stadt, tauchen unter ihr hinweg oder blicken von hoch aus der Luft auf sie herab. Wer zum Beispiel hätte am Rand der Lagune bunte Riffe, von einer Vielzahl wundersamer Meerestiere bevölkert, vermutet? Wer hätte gedacht, dass die Sandbänke und Inseln Lebensraum für eine Vielzahl von Wildtieren sind – von Füchsen und Mardern bis hin zu Abertausenden Zugvögeln, und wer kennt schließlich schon die bunte Tierwelt der versteckten Gärten von Venedig-Stadt?

Regisseur Klaus T. Steindl: „In einer Stadt, die ins Wasser gebaut wurde, gelten eigene Gesetze. Hier gibt das Wasser den Rhythmus des Lebens vor, man muss mit dem Atem der Lagune, den Gezeiten, arbeiten. Zweimal täglich hebt und senkt sich das Wasser in der oft sehr seichten Lagune. Viele der menschenleeren Inseln, die bei Ebbe noch da waren, sind dann plötzlich verschwunden. Oft genug ist es vorgekommen, dass wir mit all unserem 4K-Equipment im Morast steckengeblieben sind oder von der Ebbe überrascht wurden – und dann für mehrere Stunden von der Insel nicht mehr wegkamen. Und oft haben wir genau in diesen Momenten, in denen wir ganz allein mit den Lebewesen der Marschinseln waren, die schönsten Bilder gedreht.“

„Wildnis der Schweiz – Die Engadiner Bergwelt“: Faszinierende Reise zu den Quellen des Inn

Im Engadin entspringt der Inn: Am Malojapass liegt Europas Hauptwasserscheide, hier kann sich jeder einzelne Wassertropfen für eines von drei Meeren entscheiden – je nachdem, ob er über Inn und Donau ins Schwarze Meer, über den Rhein in die Nordsee oder nach Süden in die Adria gelangen will. 1914 wurde hier der erste Nationalpark der Alpen ins Leben gerufen. Heute wird sichtbar, wie sich eine hochalpine Landschaft ohne menschliches Zutun entwickelt und sich Wildtierpopulationen stabilisieren. Der Steinbock-Bestand, einst ausgerottet und durch Wilderer wieder zurückgebracht, hat sich erholt. Auf den hochgelegenen Brunftplätzen des Engadins kämpfen wieder dominante Hirsche um die weiblichen Tiere, und an einigen Plätzen konnten auch Luchse nachgewiesen werden. Mit dem Nationalpark beherbergt das Schweizer Engadin, der „Garten des Inn“, auch heute noch das größte unangetastete Wildnisgebiet der Schweiz. Ein Jahr lang haben sich Kurt Mayer und Judith Doppler dieser faszinierenden Region gewidmet, die beispielgebend sein sollte für viele ähnliche Projekte und Vorbild für Dutzende weitere Nationalparks im alpinen Raum.

Regisseur Kurt Mayer: „In einem Nationalpark zu drehen ist immer eine besondere Herausforderung. Aber wir hatten nicht erwartet, dass uns die luxuriöse Urlaubsdestination Engadin Bedingungen wie in den Extremlandschaften Asiens bieten würde. So wurde fast jeder Dreh in den ‚Gebirgs-Savannen‘ oberhalb der Baumgrenze zur aufwendig geplanten Expedition. Der Lohn dafür sind einzigartige Aufnahmen und intime Beobachtungen hochalpinen Lebens abseits aller menschlichen Pfade.“

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