FPÖ – Ragger: Sozialbericht mahnt zum Handeln!

Sozialbericht 2019 zeigt Erfolge, aber auch Handlungsbedarf auf

Wien (OTS) – „Laut dem aktuellen Bericht für das Jahr 2019 gab es im Sozialbereich einige positive Entwicklungen. So werden bei der Hospiz- und Palliativbetreuung zusätzlich durch die Novelle des Pflegefondsgesetzes jährlich 18 Millionen Euro zweckgebunden aufgewendet – darunter fällt auch die Begleitung von todkranken Kindern. Ein sehr gut entwickeltes Hospizzentrum in Köln hat in Deutschland ein Umdenken eingeleitet, was es bedeutet, wenn Kinder todkrank sind und wie man ihnen Unterstützung und Hilfe bieten kann. Es war wichtig, diesen Ansatz anhand des Pflegefondsgesetzes auch im Budget des Sozialministeriums festzulegen, da es auch in Österreich Bedarf zum weiteren Ausbau gibt“, so der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Mag. Christian Ragger.

Handlungsbedarf gibt es auch in der Pflege. Trotz COVID-19 dürfe man laut Ragger die anderen Problemfelder keinesfalls aus den Augen verlieren: „Um für unser gutes Pflegesystem in Zukunft garantieren zu können, müssen wir jetzt weiter ausbauen. Und zwar vom Case Management und der Versorgung zu Hause, über die Entwicklung der mobilen Dienste bis hin zum Pflegeheim. Um auch die Treffsicherheit der Leistungen zu erhöhen, muss eine abgestufte Versorgungskette implementiert werden, um das Personal ökonomisch einzusetzen. Sobald die damals von Frau Ministerin Mag. Zarfl in Auftrag gegebene Studie präsentiert wurde, sehen wir auch, welchen Bedarf wir in den Jahren ab 2025 haben werden. Entsprechend müssen wir auch Pflegerinnen und Pfleger ausbilden. Ich appelliere erneut an die ÖVP, von der Bremse zu steigen und sich nochmal das Modell der Schweizer Pflegelehre anzuschauen, weil es natürlich auch notwendig ist, dass man seine eigene Versorgung sicherstellt“.

Der demografischen Entwicklung ist es verschuldet, dass künftig alternative Formen der digitalen Unterstützung von älteren Menschen stärker ins Gewicht fallen werden. Ragger dazu: „Die Entwicklung von Ambient Assisted Living sorgte bereits auch beim Forum Alpbach für großes Aufsehen. Es geht dabei um technische Lösungen zur erleichterten Bewältigung des Alltags älterer, meist alleinlebender Menschen. Im internationalen Vergleich hinkt hier Österreich hinterher. Da es echten Handlungsbedarf gibt, glaube ich, dass man da auch Ansätze mit dem Ministerium finden kann. Um diese Unterstützungen den Menschen für ein Altern in Selbstbestimmung zu ermöglichen, bedarf es aber zunächst einer einheitlichen Finanzierung.“

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