
AK Anderl: Gegen Arbeitslosigkeit gibt es keine Impfung
Öffentliche Beschäftigung ist Mittel zur Krisenbewältigung
Wien (OTS) – „Bei über einer halben Million Arbeitslosen müssten schon längst alle Alarmglocken läuten“, kommentiert AK Präsidentin Renate Anderl die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt. „Gegen das Coronavirus gibt es bereits Impfungen. Gegen die hohe Arbeitslosigkeit hingegen wird es keine Impfung geben, daher brauchen wir dringend eine andere Therapie!“
Eine Qualifizierungsoffensive, um die Chancen der ArbeitnehmerInnen im stattfindenden Strukturwandel zu erhöhen, ist ebenso notwendig wie mehr Beschäftigung in sozialen Dienstleistungen. Neben TechnikerInnen braucht es auch gut ausbildete ArbeitnehmerInnen in den Gesundheitsberufen, in den Kindergärten und für die Pflege. Ganz besonderes Augenmerk muss dabei auf junge Menschen und Frauen gerichtet werden. Ausbildungen alleine reichen jedoch nicht, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Anderl regt ein gemeinsames Projekt von Regierung und Sozialpartnern an: „Konkret denken wir an eine große Arbeitsmarktoffensive zur Überwindung der Corona-Krise und eine wirtschaftspolitische Gesamtstrategie zur Bewältigung des Strukturwandels. Die öffentliche Hand spielt hier eine wesentliche Rolle.“
„Wir wissen, dass sich Arbeitslosigkeit schnell verfestigt. Die Regierung hat jetzt die Aufgabe, Menschen schnell aus der Arbeitslosigkeit zu holen“, mahnt Anderl Tempo bei der Krisenbewältigung ein. „Es braucht nach fast einem Jahr Krise endlich wieder Lichtblicke!“
Arbeiterkammer Wien
ChefIn vom Dienst
+43 1 50165 12565
presse@akwien.at
https://wien.arbeiterkammer.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender