Die Weltreisende – Pionierin des Nordens: „Universum History“ auf den Spuren der isländischen Seefahrerin Gudrid Thorbjarnardottir

Zum Weltfrauentag am 12. März um 22.35 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Mit dem Wikingerschiff über den Atlantik – solche Abenteuer waren im Mittelalter nicht nur Männern vorbehalten. So unternimmt die isländische Seefahrerin Gudrid Thorbjarnardottir um das Jahr 1000 acht Atlantikfahrten und reist auch ins heutige Kanada. Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März (Details zum ORF-Programmschwerpunkt unter presse.ORF.at) zeichnet die „Universum History“-Dokumentation „Die Weltreisende – Pionierin des Nordens“ von Anna Dís Ólafsdóttir (ORF-Bearbeitung: Katharina Gruber) am Freitag, dem 12. März 2021, um 22.35 Uhr in ORF 2 die Spuren der jungen Wikingerin Thorbjarnardottir nach – mit Hilfe mittelalterlicher Handschriften und moderner Archäologie.

Es war um das Jahr 1000, als die Abenteuerin Gudrid Thorbjarnardottir aus Island Schiffbruch erleidet. Sie ist auf dem Weg zu einer neuen Wikingersiedlung, die der Seefahrer Erik „der Rote“ Thorvaldsson wenige Jahre zuvor auf Grönland gegründet hat. Sie und ihre Gefährtinnen und Gefährten haben Glück: Eriks Sohn Leif entdeckt die Schiffsbrüchigen, sie werden gerettet und in Grönland willkommen geheißen. Dort ruht sich Gudrid aber nicht lange aus. Leif Eriksson erzählt ihr von seinen Erkundungsfahrten Richtung Westen und sie beschließt, sich ebenfalls auf den Weg zu machen. Im Westen soll es Land geben und wenn man die Küste nach Süden entlangfährt, soll es fruchtbarer werden, mit Weidemöglichkeiten für das Vieh und wildem Wein: Leif nennt es Vinland, also Weinland. Gudrid sticht wieder in See, doch die Winde stehen nicht günstig: Das Schiff wird vom Kurs abgetrieben, irrt monatelang auf dem offenen Meer umher und läuft schließlich wieder im grönländischen Hafen ein.

Die Spieldoku erzählt die Geschichte einer Wikingerin, die sich von Rückschlägen nicht einschüchtern lässt. Denn kühn und unerschrocken wagt Gudrid die Reise erneut und erreicht diesmal Vinland. Rund 500 Jahre vor Christoph Kolumbus erkundet sie die Ostküste Amerikas, wo sie auch ein Kind zur Welt bringt. Sie trifft auf Bewohner und Bewohnerinnen, mit denen sie und ihre Reisegefährten zunächst friedlichen Handel treiben, dann aber blutige Auseinandersetzungen führen. Gudrid Thorbjarnardottir reist schließlich zurück nach Europa und unternimmt gegen Ende ihres Lebens eine Pilgerreise nach Rom.

In den sogenannten Sagas, den nordischen Erzählungen des Mittelalters, wurde Gudrids Geschichte niedergeschrieben. Lange wusste man nicht, ob es das Vinland der Sagas tatsächlich in dieser Form gab – bis in den 1960er Jahren die Entdeckung einer Wikingersiedlung im kanadischen Neufundland den endgültigen Beweis lieferte. Die Archäologin Birgitta Wallace erinnert sich in der Dokumentation an den Fund. Sie war als junge Wissenschafterin dabei. Und noch heute laufen archäologische Forschungen und fördern immer mehr Details über das Leben der abenteuerlustigen Wikingerin zu Tage. Mit aufwendig gedrehten Spielszenen zeichnet „Universum History“ das Leben einer Pionierin nach, die – wie so viele Frauen nach ihr – Grenzen sprengte und neues Terrain erkundete.

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender