Muttertag: Ann Marie Jarvis Pionierin im Kampf gegen Kindersterblichkeit und in der Gesundheitsförderung für Frauen

Diakonie erinnert an Ursprung des Muttertags und weist auf Ausbau von „Frühen Hilfen“ für Gesundheit und Zukunftschancen benachteiligter Kinder hin.

Wien (OTS) – Die Diakonie erinnert an den Ursprung des Muttertags und weist auf den Ausbau von „Frühen Hilfen“ für Gesundheit und Zukunftschancen benachteiligter Kinder hin. Ann Marie Reeves Jarvis, zu deren Ehren der Muttertag ins Leben gerufen wurde, war eine Pionierin im Kampf gegen Kindersterblichkeit und engagierte sich in der Gesundheitsförderung für Frauen.

„Wir alle wissen, wie wichtig die ersten Jahre des Lebens für die Entwicklung des Kindes sind. Eine stabile, sichere Bindung ist ein Schutzfaktor für eine gesunde Entwicklung“, sagt Diakonie Direktorin Maria Katharina Moser.

Postnatale Depressionen, Schwierigkeiten in der Partnerschaft, finanzielle Probleme, alleinerziehend sein, kein hilfreiches soziales Netz, keine Gesprächspartner, keine Vorbilder, selbst keine gute Kindheit erlebt haben – all das führe zu großen Verunsicherungen bei jungen Müttern. „Sie brauchen Unterstützung. Gute Bedingungen für eine gesunde Entwicklung des Kindes zu schaffen, gelingt nicht immer von alleine“, so Moser.

Die Betreuung rund um die Geburt und die ersten Jahre danach weise in Österreich immer noch deutliche Lücken auf; besonders für Familien mit weniger Einkommen sei eine gute Begleitung oft nicht leistbar, so Moser. Die Diakonie Direktorin verweist darauf, dass der Ausbau „Früher Hilfen“ im Regierungsprogramm vorgesehen ist: „Corona hat die Probleme verstärkt. Österreich hat Aufholbedarf was gute und leistbare Hilfen für Eltern und Kind in diesen ersten Jahren betrifft.“

Engagiert in der Gesundheitsförderung für Frauen und Kinder

Die Begründerin des Muttertags war Anna Marie Jarvis. Die evangelische Methodistin hat am 12. Mai 1907 einen Gedenkgottesdienstes für ihre Mutter Ann Maria Reeves Jarvis mit einem klaren Ziel vor Augen initiiert: die Würdigung eines Lebens voller Engagement. Ihre Mutter hatte Mitte des 19. Jahrhunderts „Mother’s Days Works Clubs“ ins Leben gerufen. Auf deren Agenda standen der Kampf gegen die hohe Kindersterblichkeit und Gesundheitsförderung für Frauen. Später hatte sie sich während des Bürgerkriegs für Frieden und Sozialdienste eingesetzt. Zu ihrem dritten Todestag 1908 wurde der erste offizielle „Muttertag“ gefeiert. Anna Marie Jarvis verteilte als Anerkennung aller Mütter fünfhundert Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter.

Frühe Hilfen für Frauen und Babys in Krisensituationen

Ziel der Frühen Hilfen ist es, Eltern so früh wie möglich umfassend bei der Aufgabe zu unterstützen, ihre Kinder gut und verlässlich zu versorgen, und eine sichere wie liebevolle Bindung zu ihnen aufzubauen. Eine sichere Bindung zwischen Eltern und Kind legt den Grundstein für ein gutes Aufwachsen. „Besonders für Familien mit weniger Einkommen müssen wir eine gute Begleitung und frühe Hilfen sicherstellen. Wenn sich Eltern selber in schwierigen Situationen befinden, brauchen sie besondere Unterstützung, um diese Aufgabe zu schaffen“, so Moser.

Die Diakonie begleitet Mütter dabei, die Bedürfnisse und Signale ihrer Kinder von den ersten Lebensmonaten bis zum 3. Lebensjahr zu erkennen und zu verstehen. Die Begleitung berücksichtigt Unsicherheiten oder Überforderung im Umgang mit dem Kind, psychosoziale Belastungen wie ein fehlendes soziales Netz, existenzielle Sorgen, Ängste oder Depressionen, Kinder mit Entwicklungsrisiken, sowie Beziehungskonflikte und Gewalterfahrungen.

Bitte um Spenden für Unterstützung in der Coronazeit

Frühe Hilfen und Mutter-Kind-Gesundheit sind auch insbesondere in Zeiten von Corona höchst relevant. Deshalb bitten wir im Rahmen der Muttertags-Aktion um Spenden für Mütter in Not nach dem Motto:
„Zusammenhalt schenkt Hoffnung. Spenden und doppelt Freude schenken“.

Spendenkonto: Erste Bank IBAN: AT07 2011 1800 8048 8500 BIC:
GIBAATWWXXX – Kennwort: Hoffnungsträger:in werden!
Mehr zur Aktion: [https://diakonie.at/muttertag] (https://diakonie.at/muttertag)

Diakonie Österreich
Roberta Rastl
Pressesprecherin
0664 3149395
presse@diakonie.at

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