Bernhuber: „Intakte Biodiversität für eine lebenswerte Erde“

„Artenschutz funktioniert nur mit den Land- und Forstwirten, nicht gegen sie“ – Urbanen Raum in die Pflicht nehmen

Straßburg (OTS) – „Eine intakte Biodiversität ist entscheidend dafür, dass wir eine gesunde und lebenswerte Erde für uns, unsere Kinder und nachfolgende Generationen erhalten können. Entscheidend dabei ist freilich, dass wir nicht einzelne Sektoren übermäßig belasten, sondern dass jeder seinen Beitrag leistet. Wir können den Erhalt und die Wiederbelebung der Artenvielfalt nur gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten schaffen und nicht gegen sie. Die Berücksichtigung dieses Grundsatzes wird über das Gelingen der Biodiversitätsstrategie entscheiden“, sagt Alexander Bernhuber, Umweltsprecher der ÖVP im Europaparlament und Chefverhandler der Fraktion der Europäischen Volkspartei für die EU-Biodiversitätsstrategie, zur heutigen Plenarabstimmung über den Forderungskatalog („Initiativbericht“) des Europaparlaments.

„Die Land- und Forstwirtschaft spielt schon heute – wie beim Klimaschutz – eine wesentliche Rolle für den Artenschutz und trägt dazu bei, dass Europa ein Vorreiter beim Erhalt der Biodiversität ist. Damit das so bleibt, müssen wir sicherstellen, dass die Landwirtinnen und Landwirte einen fairen Preis für ihre qualitativ hochwertigen Produkte erhalten, vor allem die Biolandwirtschaft ist hier als besonders wichtig hervorzuheben. Wir können nicht mit unrealistischen Zielen und praxisfernen Vorgaben erfolgreich sein, sondern müssen den Schutz der Artenvielfalt mit den Praktikern aus der Land- und Forstwirtschaft gemeinsam erarbeiten“, sagt Bernhuber.

„Nachhaltige Forstwirtschaft bietet kein Risiko, sondern ist eine große und reale Chance, um einen wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel und für den Artenschutz zu leisten. Wir dürfen dabei jedoch nicht die Versorgungssicherheit Europas mit heimischen Lebensmitteln vergessen. Denn wenn wir in Europa so grün und nachhaltig sind und sein wollen wie nie zuvor, aber zeitgleich gezwungen sind unsere Agrarprodukte aus Nicht-EU-Ländern zu importieren – wo es keine Klima- und Artenschutzstandards gibt -, dann sorgen wir global gesehen sogar für mehr Verlust an Biodiversität. Das wäre ohne Zweifel ein falscher Weg“, sagt Bernhuber.

Gut findet der Europaabgeordnete und Landwirt, dass künftig der urbane Raum stärker in die Pflicht genommen werden soll: „In Städten nimmt die Stadtnatur stetig ab und Flächen werden rasant versiegelt, dadurch werden wertvolle Lebensräume von Pflanzen und Tieren zerstört und das Stadtklima heizt sich auf. Ich freue mich über das parteiübergreifende Verständnis dafür, dass Biodiversität in der Gestaltung und Planung von Städten aktiv berücksichtigt werden muss, um einen echten Beitrag für einen intakten und guten gemeinsamen Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzen zu leisten. Wenn wir nur blindlings die Landwirtschaft zum Sündenbock machen, steuern wir in eine Sackgasse, die sich niemand wünschen kann“, schließt Bernhuber. (Schluss)

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