
SPÖ-Wimmer: Alleinerziehende sind besonders von Armut betroffen
Familiensprecherin fordert mehr Unterstützung anlässlich des Tags der Armut
Wien (OTS/SK) – Anlässlich des Tags der Armut am 17. Oktober fordert SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer mehr Unterstützung für Alleinerziehende. „Es gibt in Österreich 162.000 Alleinerziehende, die 238.300 Kinder betreuen. Das entspricht der Bevölkerung Vorarlbergs. Diese große Gruppe erhält viel zu wenig Unterstützung“, ärgert sich die Welser Nationalrätin. Fast 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen, die durch die Covid-Krise noch mehr Schwierigkeiten zu meistern hätten. „Alleinerziehende sind, verglichen mit der Gesamtbevölkerung von Österreich, doppelt so oft von Armut betroffen. In den vergangen zehn Jahren hat die Armuts-oder Ausgrenzungsgefährdung sogar noch zugenommen. Die Covid-Krise hat die finanzielle Situation der meisten Alleinerziehenden zusätzlich verschlimmert“, erklärt Petra Wimmer. ****
Die angekündigte Steuerreform inklusive der Reform des Familienbonus würde die Ungleichbehandlung von Alleinerziehenden zusätzlich verstärken und die Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung nicht verringern. „Leidtragende der mangelnden Unterstützung sind die Kinder. In einem Alleinerziehenden-Haushalt aufzuwachsen, gilt als einer der Top-drei-Indikatoren für Kinderarmut“, betont die SPÖ-Familiensprecherin. Sie fordert daher die Regierung auf, die 500 Million Euro statt in eine Erhöhung des Familienbonus in eine Erhöhung der Familienbeihilfe zu investieren: „Hätte man diese Summe in die Erhöhung der Familienbeihilfe gesteckt, würde jedes Kind jährlich 280 Euro mehr erhalten.“
Weiters kritisiert Wimmer die Verhinderung des 1,2 Mrd. Euro schweren Ausbaus der Nachmittagsbetreuung und Kinderbildung mit Rechtsanspruch, der von der Regierung Kern-Mitterlehner geplant und vom ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz hintertrieben wurde. „Der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und ein Rechtsanspruch auf diese wäre eine der größten Hilfen, die man von Armut betroffenen Familien geben könnte. Aus Machtgier hat Kurz diesen 2016 zum Schaden aller Familien in Österreich verhindert“, betont Petra Wimmer.
Die Bekämpfung von Armut müsse in einem reichen Land wie Österreich oberste Priorität haben. Das aktuell vorliegende Budget lasse jedoch nicht darauf schließen, dass die Regierung den Ernst der Lage begriffen hat. Die SPÖ-Familiensprecherin fordert daher die Umsetzung des Volkshilfekonzepts zur Kindergrundsicherung: „Kein Kind sollte sich darüber Sorgen machen müssen, ob es genug zu essen hat. Kein Kind sollte im Winter frieren müssen. Nirgends und in einem reichen Land wie Österreich auf keinen Fall.“ (Schluss) sd/lp
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