Kinderfreunde: Regierung lässt Familien im Regen stehen

Daten aus dem Finanzministerium zeigen: Familienbonus bestraft Familien doppelt

Wien (OTS) – „Es ist schon lange klar, dass der Familienbonus eine Fehlkonstruktion ist“, erklärt Jürgen Czernohorszky, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde, „in Zeiten der wirtschaftlichen Krise zeigt sich das jedoch nochmal besonders“.

Konkret spricht er die heutigen Berichte an, dass die Auszahlung 2021 knapp 400.000 Kinder weniger erreicht als im Jahr davor. Das liege daran, dass der Bonus nur dann zur Gänze zur Auszahlung kommt, wenn ein gewisser Betrag an Einkommenssteuer bezahlt wird. „Eine solche Maßnahme ist schon in ‚normalen‘ Zeiten als Förderungsprogramm für Wohlhabende zu sehen. In Zeiten der Krise verlieren jene Familien, die weniger Einkommen haben, dann auch noch zusätzlich den Familienbonus und werden somit doppelt bestraft“, ärgert sich Czernohorszky.

Schon bei der Einführung des Familienbonus hätten die Kinderfreunde gewarnt, dass diese Maßnahme völlig am Kern des Problems vorbeigehe: „Unter familienpolitischen Maßnahmen verstehen wir, dass es dort Unterstützung gibt, wo sie am meisten gebraucht wird. Die Bundesregierung verfolgt hingegen den Ansatz ‚Wer hat, dem wird gegeben‘ und lässt damit jene Familien im Regen stehen, die besonders hart von der Krise getroffen wurden“, so Czernohorszky abschließend.

Österreichische Kinderfreunde
Karin Blum
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