Humorvoller Schabbat-Ausklang mit „kreuz und quer“-Neuproduktion „Sagt der Blau zum Grün“ am 22. Februar in ORF 2

Danach: „Die Ungläubigen vom Hindukusch – die bunte Kultur der Kalasha“

Wien (OTS) – Traditionell wird der Ausklang des Schabbat mit einem fröhlichen Abendessen begangen: dem Melaveh Malkah. In Robert Neumüllers „kreuz und quer“-Neuproduktion „Sagt der Blau zum Grün“ trifft sich am Dienstag, dem 22. Februar 2022, um 22.35 Uhr in ORF 2 eine Runde von Freunden und Freundinnen, um koschere Delikatessen und „Restln“ des Schabbat-Abends zu genießen. Im Mittelpunkt des Abends steht der Humor: Humor als Lebenselixier, als Waffe gegen Unterdrückung und zur Bewältigung der alltäglichen Zores.

Im Norden Pakistans lebt das Volk der Kalasha mit seiner jahrhundertealten Kultur. Sie praktizieren einen Mehrgottglauben, der eng verbunden ist mit der Natur. Die verbesserte Infrastruktur bringt zwar bessere Lebensbedingungen, aber auch den Islam in die einst abgeschiedenen Dörfer. Wird es den Kalasha gelingen, ein modernes Leben zu führen und zugleich an ihren alten Traditionen festzuhalten? Dieser Frage geht Sabiha Sumar danach in „Die Ungläubigen vom Hindukusch – die bunte Kultur der Kalasha“ (23.20 Uhr) nach.

„Sagt der Blau zum Grün“ – Ein Film von Robert Neumüller

„Sagt der Blau zum Grün …“ ist eine jener Formeln, mit der so mancher jüdische Witz beginnt. Der jüdische Humor hat sich über Jahrhunderte entwickelt, um das besondere Schicksal einer in alle Welt zerstreuten Gemeinschaft leichter ertragen zu können. Oft hilft er im letzten Moment, ein Weinen noch in ein Lachen zu verwandeln. „Gott hat uns Juden ausgewählt, weil er so gerne lacht. Und weil er den jüdischen Humor so schätzt“, so Elie Wiesel.

In Wien trifft sich zum Schabbat-Ausklang eine Runde von jüdischen Freunden und Freundinnen zum „Melaveh Malkah“-Mahl. Der Abend beginnt mit einem Segensspruch (Hawdalah), den der Gastgeber, Historiker Awi Blumenfeld, spricht. So soll der Schabbat mit den anderen Wochentagen verbunden werden, in ihnen weiterwirken. Dann beginnt der fröhliche Teil des Abends – mit Essen, Wein, Musik und Humor. Der Musiker Roman Grinberg, die beiden Schauspielerinnen und Sängerinnen Tania Golden und Shlomit Butbul, die Psychotherapeutin Ruth Werdigier und der Unternehmensberater David Gilkarov haben sich zum „Schabbat-Restl-Essen“ zusammengefunden und werden zusätzlich mit den kulinarischen, koscheren Köstlichkeiten des Caterers Moti Zilberman verwöhnt.

Sie alle leben in und um Wien, fühlen sich hier zu Hause und haben hier eine Heimat gefunden. Allen ist gemeinsam, dass sie nicht in Österreich geboren wurden. Australien, Usbekistan, Israel, Rumänien und Deutschland steht in ihren Geburtsurkunden. Tania Golden und Shlomit Butbul singen fröhliche Lieder – über die Schwierigkeiten in der Emigration und einen Song von den Barry Sisters. Während des Abendessens werden viele jüdische Witze erzählt. Der jüdische Witz bringt zum Lachen und Nachdenken; er ist leicht verständlich und doch voller Philosophie und Weisheit und er hat geholfen, das jüdische Leid und Schicksal zu bewältigen.

„Die Ungläubigen vom Hindukusch – Die bunte Kultur der Kalasha“ – ein Film von Sabiha Sumar

Am Fuße des Himalaya, an der pakistanischen Grenze zu Afghanistan, leben die letzten Vertreter/innen der jahrtausendealten Kultur der Kalasha. Inmitten eines islamisch geprägten Umfelds praktizieren sie einen uralten polytheistischen Glauben und pflegen eine sehr traditionelle ländliche Lebensweise. Viele junge Kalasha stehen vor der Entscheidung, ihre Kultur und ihre Religion aufrechtzuerhalten oder außerhalb der begrenzten Perspektiven ihrer Heimatdörfer neue Lebenswege zu gehen. Wie sehen die Kalasha die Zukunft ihrer Traditionen? Werden sie in der Lage sein, sie aufrechtzuerhalten?

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