
Waitz: Ukraine Krieg wird nun zum Vorwand, Nachhaltigkeitsziele in der Landwirtschaft aufzugeben
Versorgungssicherheit durch Ausstieg aus Kunstdünger und Exportwirtschaft, regionale Landwirtschaft als Weg aus der Krise
Brüssel (OTS) – Der gestrige Rat der EU-Landwirtschaftsminister*innen lässt nichts Gutes für die Zukunft der EU-Landwirtschaftspolitik erahnen. Im Schatten der russischen Invasion der Ukraine versuchen die EU-Landwirtschaftsminister*innen, die Nachhaltigkeitsziele des Green Deals auszuhöhlen. Sogar EU-Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski stimmte in den Chor ein und verkündete, die „Vom Hof auf den Tisch“-Strategie neu überprüfen zu wollen.
Thomas Waitz, EU-Abgeordneter der Grünen und Ko-Vorsitzender der Europäischen Grünen, entgegnet: “Die Ukraine-Invasion zeigt geopolitische und wirtschaftliche Abhängigkeiten und schmerzhafte Fehler in der Agrarpolitik auf, die unsere Umwelt zerstören. Die Versorgungssicherheit der Bürger*innen Europas muss endlich ins Zentrum der EU-Landwirtschaftspolitik gestellt werden und nicht die Verteidigung der Exportwirtschaft und damit die Interessen der Agrarindustrie. Die EU ist weltgrößter Billigfleisch-Exporteur, weil wir massiv Futtermittel, wie ukrainisches Soja für die Fleischproduktion und Getreide für Masttiere importieren. Gleichzeitig sind wir auch bei Kunstdünger abhängig von russischem Gas und belarussischem Phosphor. Versorgungssicherheit kann nur erreicht werden, wenn wir endlich den Ausstieg aus Kunstdünger forcieren und den Einstieg in Gründünger beschleunigen. Unsere Landwirt*innen können mit biologischer Landwirtschaft und nachhaltigen Agrarmethoden, wie Humusaufbau im Boden und Fruchtfolge, unsere regionale Versorgung und die Ernährungssouveränität Europas sichern.“
Inge Chen
Pressesprecherin Thomas Waitz
+32484912134
inge.chen@europarl.europa.eu
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