
Grüne Wien/Spielmann zum Internationalen Frauentag: „111 Jahre Frauentag, 1 Ziel: völlige Gleichstellung“
Wien (OTS) – Der Internationale Frauentag hat an Aktualität nicht verloren: Nach wie vor gibt es keine echte Gleichstellung und viele der Forderungen, die vor 111 Jahren zum ersten Frauentag aufgestellt wurden, sind nach wie vor aktuell. “Einmal mehr muss deutlich gesagt werden, dass das politische Ziel die völlige Gleichstellung von Frauen und Männern sein muss”, fordert die Frauensprecherin der Grünen Wien, Viktoria Spielmann. So steht auch der Frauentag der Grünen heuer unter dem Motto „111 Jahre, 1 Ziel: völlige Gleichstellung“.
Die Stadt Wien muss ihren Beitrag leisten und den flächendeckenden Ausbau der elementarpädagogischen Kinderbetreuung, vor allem der 0-3-Jährigen, umsetzen. „Das ist ein essentieller Beitrag, um Frauen die Rückkehr in die Erwerbsarbeit zu ermöglichen und zu erleichtern und den Gender Pay Gap zu schließen“, so Spielmann.
Die Pandemie hat Frauen besonders hart getroffen: Nicht nur, dass Frauen öfter ihre Arbeit verloren haben oder öfter in Kurzarbeit waren, auch haben Frauen öfter ihre Erwerbsarbeitszeit unbezahlt verkürzt, um die Mehrarbeit durch Homeschooling in den Griff zu bekommen. Frauen leisteten im Lockdown im Schnitt 12,5 Stunden pro Woche mehr Care-Arbeit als Männer ([Mader et al 2020]
(https://www.wu.ac.at/vw3/forschung/laufende-projekte/genderspezifsch
eeffektevoncovid-19)).
„Wenn die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich auf 35 Stunden innerhalb der Stadt Wien und ihrer Unternehmungen verkürzt wird, profitieren Frauen ganz besonders, weil sie überdurchschnittlich viel Teilzeit arbeiten. 92 Prozent der Teilzeitbeschäftigten bei der Stadt Wien sind Frauen – nur 3 Prozent der Männer arbeiten in Teilzeit. „Eine Arbeitszeitverkürzung bedeutet für viele weibliche Beschäftigte eine de facto Lohnerhöhung, da sie in Folge entweder als Vollzeitarbeitende eingestuft werden oder sich der Gap zur Vollzeitarbeit verringert. Das stellt auch eine Absicherung gegen Altersarmut dar“, betont Spielmann.
Auch der Gewaltschutz muss ausgebaut werden. In Wien gab es fast eine Verdoppelung der Betretungsverbote (laut Interventionsstelle Wien von 2500 auf 4800) – ein Indiz, dass die Männergewalt gegen Frauen zunimmt bzw. konstant hoch bleibt. Die erschreckend hohe Anzahl an Femiziden erfordert ein konsequentes handeln: 10 von 11 der Mordopfer sind weiblich. Um die Istanbul-Konvention auf Wiener Ebene umzusetzen, muss das Potential der Zivilgesellschaft ausgeschöpft und gefördert werden, wie dies das Projekt “Stadtteil ohne Partnergewalt” tut. „Es ist höchst an der Zeit, dass die Stadt Wien dieses Projekt ausreichend und flächendeckend subventioniert“, so Spielmann.
Veranstaltungen zum Frauentag (Auszug)
·8.3. Große Verteilaktion anlässlich des Frauentages: 8. März, 10-13 Uhr, Bahnhof Wien Mitte. Mit Bundes-Frauensprecherin Meri Disoski, Parteivorsitzender Judith Pühringer, Frauensprecherin Viktoria Spielmann und vielen mehr. Es werden Giveaways, Flyer sowie Brioche-Kipferl mit Fem-Zeichen verteilt.
·8.3. Die Grünen Leopoldstadt verleihen den “Preis der Frau 2022” an den feministischen Verein Orient Express, Kulturraum Spitzer, Taborstraße 10, 1020 Wien. [https://leopoldstadt.gruene.at] (https://leopoldstadt.gruene.at/)
·8.3. 17 Uhr, Bahnhof Mitte (Landstraße): Demonstration zum Internationalen feministischen Kampftag vom Bündnis “take back the streets”
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