Greenpeace-Marktcheck: Nur vier Prozent Bio-Eis im Supermarkt

Lediglich ein Fünftel aller Eisprodukte garantiert ohne Gentech-Futter hergestellt

Wien (OTS) – Vor den heißen Sommermonaten hat der Greenpeace-Marktcheck das Eis-Angebot in den Supermärkten unter die Lupe genommen. Das enttäuschende Ergebnis: Nur vier Prozent aller geprüften Produkte vom Stieleis bis zur Familienpackung sind bio und damit umweltschonend produziert. Auch konventionelles Eis, das mit gentechnikfrei hergestellter Milch erzeugt wurde, ist Mangelware und nur bei fünf von neun Supermärkten erhältlich. Insgesamt kann nur bei 20 Prozent des Speiseeises im Handel der Einsatz von Gentechnik-Futtermitteln ausgeschlossen werden. Darunter befindet sich auch Eis aus rein pflanzliche Zutaten, das voll im Trend liegt. Bereits zehn Prozent des Eis-Sortiments ist als vegan gekennzeichnet. Greenpeace fordert von den Herstellern und Supermärkten mehr Bio-Eis sowie mehr gentechnikfreies und veganes Eis im Tiefkühlregal. Im Sortimentsvergleich von Speiseeis belegt Interspar Platz eins dank der größten Auswahl an biologischem und gentechnikfrei hergestelltem Speiseeis. Platz zwei geht ebenfalls mit einem „Gut” an MPreis in Tirol.

„Für einen ungetrübten Eisgenuss empfiehlt Greenpeace Produkte in Bio-Qualität, veganes Eis sowie Eis aus heimischer Milch. Hier wird sicher kein Gentechnik-Futter verwendet. Bio-Eis und vor allem vegane Produkte punkten darüber hinaus mit einer deutlich besseren Klimabilanz”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace Österreich. Die Auswahl in den Supermärkten ist riesig, das Angebot aus Umweltsicht enttäuschend: Mehr als 200 Produkte sind bei den großen Supermärkten erhältlich, aber nur vier Prozent des Eises in den Märkten ist in Bio-Qualität und damit garantiert gentechnikfrei. Bei rund 80 Prozent der Eisprodukte können die Milchkühe mit Gentechnik-Futtermitteln – oft aus Waldzerstörung -gefüttert worden sein. Dominiert wird der Eiscreme-Markt vom Konzern Unilever, der mit Marken wie Eskimo, Cremissimo und Cornetto mehr als die Hälfte des Sortiments ausmacht. Aber der Konzern gibt weder Informationen über die Qualität und Herkunft der Zutaten preis, noch bietet er Bio-Eis an.

Auf der sicheren Seite bezüglich Gentechnik-Freiheit ist man auch bei Speiseeis aus österreichischer Frischmilch: Hier landet bereits seit 2010 kein Gentech-Soja aus Regenwaldzerstörung mehr im Futtertrog der Milchkühe. Herkömmliches Eis aus heimischen Zutaten gibt es nicht überall, erhältlich ist es bei Interspar, Spar, MPreis und Unimarkt. Dessen Anteil lag beim Greenpeace-Marktcheck im Schnitt nur bei fünf Prozent. „Um unsere Umwelt zu schützen müssen Hersteller und Handel das Angebot an Eis ohne tierischen Zutaten, an gentechnikfreiem Eis und an Bio-Eis jetzt rasch deutlich ausbauen”, fordert Theissing-Matei.

Alle Unterlagen: https://act.gp/3NM63Vk

Bildmaterial: https://act.gp/3t8eJNY

Fotomaterial steht unter Angabe der Credits für die redaktionelle Nutzung kostenlos zur Verfügung: © Mitja Kobal / Greenpeace

Sebastian Theissing-Matei
Landwirtschaftsexperte
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 61 03 995
E-Mail: sebastian.theissing@greenpeace.org

Julia Karzel
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: + 43 (0)664 61 26 725
E-Mail: julia.karzel@greenpeace.org

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