Kritik von SOS-Kinderdorf: Familienbeihilfe für ukrainische Familien kommt nicht vor der Sommerpause

Regierung drängt ukrainische Kinder und ihre Familien in die Armut – dringender Appell an Regierungsmitglieder von SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser

Wien (OTS) – „Wir befinden uns in der letzten Arbeitswoche des Nationalrats vor der Sommerpause und es gibt immer noch keine Einigung zur Familienbeihilfe für ukrainische Familien“, sagt SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser. „Es ist für uns völlig unverständlich, dass entgegen anderer Ankündigungen keine Lösung für diese Familien in höchster Not gefunden wurde.“ Bleibe auch diese Woche ohne entsprechenden Beschluss im Nationalrat, bedeute das weitere lange Monate in Armut in erster Linie für Mütter und ihre Kinder.

„Menschen, die aus der Ukraine nach Österreich flüchten, erhalten sofort einen Schutzstatus und werden dann jedoch so behandelt wie Asylwerber*innen, deren Schutzbedarf erst geprüft werden muss“, so Moser. „Ich richte heute erneut einen ganz dringenden Appell an die Regierungsparteien, noch in dieser Woche eine Gleichberechtigung geflüchteter Ukrainer*innen mit Asylberechtigten herzustellen.“ Das Geld aus der Grundversorgung, knapp über 400 Euro für eine Mutter mit zwei Kindern, reiche bei weitem nicht aus, um die Bedürfnisse der Menschen abzudecken. Ganz besonders in Zeiten hoher Inflation und steigender Preise.

Im Herbst zum Schulanfang kommen auf die Familien noch einmal zusätzliche enorme finanzielle Belastungen hinzu. „Egal ob erwerbstätig oder in der Grundversorgung, ukrainische Familien brauchen jeden Euro dringend, die Familienbeihilfe und andere Familienleistungen ist die Hilfe, die sie dringend brauchen “, sagt Moser. „Es ist darum höchst an der Zeit, die großen Unterstützungsbekundungen und Versprechen vom Frühling in die Realität umzusetzen.“

SOS-Kinderdorf
Susanne Schönmayr
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