Bundesjugendvertretung zum Tag der Jugend: Junge Menschen brauchen mehr als nur Verständnis

Krieg und Krisen belasten mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Jetzt müssen sichere Zukunftsperspektiven geschaffen werden.

Wien (OTS) – Zum Internationalen Tag der Jugend, am 12. August, richtet die Bundesjugendvertretung (BJV) einen dringenden Appell an die Regierung: Junge Menschen dürfen angesichts der massiven Teuerungswelle, der Covid-Pandemie und des Ukraine-Krieges nicht den Glauben an eine sichere Zukunft verlieren.

„2022 ist das Europäische Jahr der Jugend und gerade heuer mussten junge Menschen erkennen, dass Frieden und Sicherheit in Europa nicht selbstverständlich sind. Kinder und Jugendliche brauchen in Zeiten von Krieg und Krisen mehr als nur Verständnis. Die Regierung ist dafür verantwortlich, Maßnahmen zu setzen, damit junge Menschen nicht um ihre Zukunft bangen müssen“, betont BJV-Vorsitzender Sabir Ansari.

Verstärkte Ängste: Schnellere Entlastung gefordert

Kinder und Jugendliche haben durch die aktuellen Ereignisse verstärkt mit Ängsten und Sorgen zu kämpfen und dürfen damit nicht allein gelassen werden. „Junge Menschen erleben die aktuellen Herausforderungen in vielerlei Hinsicht intensiver als Erwachsene, aber weil es derzeit nicht ausreichend psychologische Therapieplätze gibt, müssen viele ihre Probleme alleine bewältigen. Das sind keine guten Zukunftsperspektiven“, kritisiert BJV-Vorsitzender Julian Christian.

Für die Versorgungslücke muss eine langfristige Lösung gefunden werden, fordert BJV-Vorsitzende Fiona Herzog: „Die Kindheit und Jugend sind eine prägende Zeit und wenn junge Menschen jetzt nicht unterstützt werden, ist die Gefahr groß, dass ihre psychischen Probleme chronisch werden. Es braucht endlich flächendeckend ausreichende Kapazitäten für Psychotherapie sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie, wie auch im Regierungsprogramm vorgesehen.“

Auch Klimapolitik muss im Herbst Priorität haben

Die Teuerung und die Unsicherheiten am Energie-Markt zeigen für die BJV auch, dass die Regierung bei den Themen Nachhaltigkeit und Klima viel schneller agieren muss. „Zaghafte Schritte sind keine Option mehr. Jetzt hat sich gezeigt, dass die Politik in nachhaltige Energien investieren muss. Die Klimakrise bereitet jungen Menschen ohnehin große Sorgen. Es darf nicht sein, dass sie sich jetzt noch den Kopf darüber zerbrechen müssen, ob sie oder ihre Familien im Winter noch heizen können“, sagt BJV-Vorsitzende Sabrina Prochaska und ergänzt: „Ein zukunftsfähiges Klimaschutzgesetz ist längst überfällig, genauso wie das Energieeffizienzgesetz und das Erneuerbare-Wärmegesetz. Wir wollen, dass sich die Regierung dazu bekennt, dass sie unsere und auch die Lebensgrundlage weiterer Generationen schützen werden.“

Insgesamt dürfen die Anliegen junger Menschen nicht länger aufgeschoben werden. „Drei Millionen Menschen sind in Österreich unter 30 Jahren. Sie bekommen die Konsequenzen der heutigen politischen Entscheidungen am meisten zu spüren. Deshalb muss die Kritik junger Menschen ernst genommen werden“, fordert das BJV-Vorsitzteam.

Bundesjugendvertretung
Kristina Veraszto
Öffentlichkeitsarbeit
01 214 44 99 – 18 // 0676 880 11 1135
presse@bjv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender