WKÖ-Kopf: Generelle Arbeitszeitverkürzung führt zu mehr Fachkräftemangel und geringerem Wohlstand

AK-Forderung entspricht nicht der Realität: 30-Stunden-Woche kann einzelnen Betrieben bei ihrer Personalsuche helfen, als Maßstab für alle wäre sie aber kontraproduktiv

„Die Aussage der Arbeiterkammer, dass eine Arbeitszeitverkürzung gegen den Fachkräftemangel hilft, ist zu kurz gedacht und stimmt höchstens für den Einzelfall“, sagt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). So könne es zwar durchaus sein, dass die Einführung einer Arbeitszeitverkürzung für einzelne Unternehmen attraktiv ist. „Tatsache ist aber, dass in weniger Zeit auch weniger geleistet werden kann, viele Unternehmen sind zudem an Öffnungszeiten gebunden. Das heißt, wenn ihre bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kürzer arbeiten, brauchen sie insgesamt mehr Personal“, so Kopf. Eine 30-Stunden-Woche würde somit die Arbeitskräfteknappheit erheblich erhöhen. 

„Die Einführung einer 30-Stunden-Woche in einem Betrieb kann daher nur eine individuelle Unternehmens-Entscheidung und nicht Maßstab für alle sein“, betont der WKÖ-Generalsekretär. Denn dies würde nicht zu den unterschiedlichen Bedürfnissen von Unternehmen, Mitarbeitern und Kunden passen sowie notwendige Leistungen einschränken. Dazu kommt, dass sich nur wenige Unternehmen eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich leisten können. „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hätten auch weniger Einkommen, eine Arbeitszeitverkürzung geht damit zulasten des Wohlstands im Land“, warnt Kopf.(PWK455/DFS)

Sebastian Winter
Wirtschaftskammer Österreich
Sprecher des Generalsekretärs
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