ÖÄK-Mayer zum Pflege-Gehaltsbonus: Und wo bleiben die Ärzte?

Auch Ärztinnen und Ärzte haben sich ein Dankeschön in Form eines Gehaltsbonus verdient, befindet Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer.

Das Sozialministerium will den im Rahmen der Pflegereform angekündigten Gehaltsbonus in Höhe von rund 2.000 Euro noch vor Weihnachten mit dem Dezember-Gehalt auszahlen – für Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte, ein verdienter Zuschuss, der aber auch allen Ärztinnen und Ärzten zusteht: „Wo bleiben hier die Ärzte? Wenn man sich beim Gesundheitspersonal mit einem Bonus zu Recht für die geleistete Mehrarbeit bedanken will, gebührt dieser selbstverständlich auch der Ärzteschaft!“

„Wenn es ums Einsparen geht, dann denkt die Politik immer sofort an die Ärzteschaft – und insbesondere an die Spitäler, wo wir seit Jahren zum Beispiel die dringende Nachbesetzung freier Dienststellen und Schaffung neuer Stellen fordern und es kaum Initiativen gibt, hier zu investieren. Geht es aber um hochverdiente Bonuszahlungen, dann vergisst man nur allzu gerne auf uns“, ärgert sich Mayer. „Es ist höchste Zeit, den Spitalsärztinnen und Spitalsärzten, die uns im Vergleich zu anderen Ländern mit enormem persönlichem Einsatz und nicht abgegoltenen Überstunden sehr gut durch die Corona-Pandemie manövriert haben, auch eine angemessene finanzielle Wertschätzung entgegenzubringen.“ 

Dass der Gehaltsbonus außerdem brutto und nicht netto ausbezahlt werden soll, sei untragbar, so Mayer: „Apropos Wertschätzung, ein Bonus kann doch nur netto gemeint sein, alles andere ist geradezu zynisch.“ 

Österreichische Ärztekammer
Mag. Thorsten Medwedeff
Öffentlichkeitsarbeit
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t.medwedeff@aerztekammer.at

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