1 Jahr Ukraine-Krieg: SOS-Kinderdorf fordert dringend Sozialhilfe für Vertriebene und bessere Betreuung für geflüchtete Kindergruppen

Finanzielle Sorgen von Familien aus der Ukraine in Österreich groß – Schwierige Umstände auch bei Gruppen aus ukrainischen Kinderheimen in Österreich

 Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine vor einem Jahr mussten Millionen von Ukrainer*innen ihre Heimat verlassen – großteils Mütter mit ihren Kindern, zehntausende von ihnen sind nach Österreich geflüchtet. Neben Familien sind auch zahlreiche größere Kindergruppen aus ukrainischen Kinderheimen nach Österreich gekommen. Die Hoffnungen der Menschen, rasch wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können, haben sich nicht erfüllt. „Der österreichische Staat hat von Beginn an die Schutzbedürftigkeit der Menschen aus der Ukraine anerkannt, trotzdem lässt man sie in einer Überganslösung verharren, die es nicht erlaubt den Lebensunterhalt zu bestreiten“, sagt SOS-Kinderdorf Geschäftsführer Christian Moser. „Wir kritisieren in diesem Zusammenhang ganz besonders, dass die Vertriebenen nach wie vor im Rahmen der Grundversorgung betreut werden, und nicht so wie Asylberechtige in der Sozialhilfe.“
„Im Zusammenhang mit den Kindergruppen sehen wir ein großes Problem darin, dass man nicht einmal weiß, wie viele dieser Gruppen sich aktuell in Österreich aufhalten. Viele sind in privaten Quartieren untergebracht und somit nicht bei der Kinder- und Jugendhilfe angebunden. Dadurch fehlt es an einer Kontrollinstanz, die das Kindeswohl sicherstellt“, kritisiert Moser. „In beiden Fällen ist dringender Handlungsbedarf geboten.“

SOS-Kinderdorf
Susanne Schönmayr
+43 676 88144239
susanne.schoenmayr@sos-kinderdorf.at

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