Grüne Wien/Berner, Spielmann, Stein: Wien bekommt endlich einen Erika Weinzierl Platz

„Es hat fast 10 Jahre nach ihrem Tod gedauert und vieler Grüner Initiativen bedurft, bevor sich Wien endlich zu einem Erika Weinzierl Platz durchringen konnte. Jetzt freuen wir uns sehr, dass hier endlich die verdienstvolle, international anerkannte Historikerin geehrt und erinnert wird“, begrüßt Kultursprecherin Ursula Berner die Benennung des Platzes vor der Mariahilfer Kirche.

Nachdem die „Grande Dame“ der österreichischen Zeitgeschichte, Erika Weinzierl, 2014 verstorben ist, hatte es in Wien keinerlei Bestrebungen gegeben, ihr mittels Benennung einer Verkehrsfläche oder einer Institution jene Ehre zuzuerkennen, die sie zweifellos verdient hat. Weinzierl hatte sich im Nationalsozialismus nicht nur einer studentischen Widerstandsgruppe angeschlossen, sondern öffnete später die österreichische Geschichtswissenschaft für die kritische Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und Antisemitismus in Österreich. „Weinzierl war eine frühe und engagierte Kämpferin gegen Antisemitismus. Sie war die erste Ordinaria Österreichs auf einem Geschichtelehrstuhl. Ihre Arbeit hat Generationen von nachfolgenden Historiker:innen ausgebildet und geprägt“, fügt Berner an.

„Die Stadt Wien hat viele Gründe, stolz auf ihre große Tochter zu sein, insbesondere der Bezirk Mariahilf, wo Weinzierl aufgewachsen ist und die Volksschule und das Gymnasium Rahlgasse besucht hat“, so Paul Stein, Bezirksvorsteher-Stellvertreter in Wien Mariahilf. „Wir freuen uns, dass diese große Tochter Wiens endlich in das kollektive Gedächtnis der Stadt eingeschrieben wird,“ ergänzt Viktoria Spielmann, Frauensprecherin der Grünen Wien. 

Nach wie vor erinnern nur 11,7 Prozent der Wiener Straßennamennamen an verdienstvolle Frauen, die Wiens Geschichte mitgeprägt haben. Auch in diesem Sinne ist die neue Benennung ein Schritt in die richtige Richtung. „Diese Platzbenennung ist ein klares Statement für einen kritischen Umgang mit der NS-Vergangenheit Wiens, das wir ausdrücklich begrüßen“, schließen Berner und Spielmann.

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