Stadt Wien schützt mit Wiener Wohnungssicherung Plus besonders betroffene Wienerinnen und Wiener vor Wohnungsverlust

70 Prozent der Mietrückstände werden übernommen. Wiener Energieunterstützung Plus bis 30. September verlängert.

Die Wiener Wohnungssicherung Plus ist eine neue Unterstützungsleistung der Stadt Wien, die sich direkt an Mieterinnen und Mieter richtet, die vom Verlust der Wohnung bedroht sind. Diese neue Leistung wird – neben dem Wiener Wohnbonus 23 und der Wiener Wohnunterstützungspauschale 23 – am 21. Juni im Wiener Landtag beschlossen. Die Wiener Wohnungssicherung Plus wird ab August/September 2023 umgesetzt und kann von allen Angehörigen der Zielgruppe angesucht werden, ganz unabhängig davon, ob sie im Gemeindebau, in einem geförderten oder privaten Wohnbau leben.

Bereits in der COVID-19-Krise sind sowohl die Anzahl der Haushalte die Mietrückstände haben wie auch die Höhen der Rückstände stark angestiegen. Ein vorübergehender Delogierungsstopp sowie der Ausbau der Wohnungssicherung konnten in der konkreten Krisensituation viele Mieterinnen und Mieter vor dem Verlust ihrer Wohnung bewahren. Nichtsdestotrotz steigen die Rückstände weiter an, da die Teuerung – vor allem bei vulnerablen Zielgruppen – dazu führt, dass die Betroffenen immer weniger Geld zur Verfügung haben. 

„Die allgemeine Teuerung ist für viele Manschen spürbar. Für manche wird sie zunehmend auch zu einer deutlichen finanziellen Belastung. Deshalb unterstützt die Stadt Wien besonders zielgerichtet und nachhaltig.“, betont Bürgermeister Michael Ludwig. „Dies betrifft ganz im speziellen auch die Bereiche Energie und Wohnen. Hier haben wir bisher bereits Unterstützungen von bis zu 1.600 Euro ausbezahlt. Diese zielgerichteten Unterstützungen setzen wir konsequent fort.“, so der Bürgermeister.

„Mit der Wiener Wohnungssicherung Plus bewahren wir Mieterinnen und Mieter, die weniger Geld haben, direkt vor Obdachlosigkeit. So schützen wir sie vor den Auswirkungen der Teuerung, für die sie am wenigsten können, sie aber am härtesten trifft. Es ist selbstverständlich besser, Menschen dabei zu unterstützen, in ihrer eigenen Wohnung zu bleiben, und ihnen so weiter ein Leben in Würde zu ermöglichen. Ein Gang in die Obdachlosigkeit wäre für sie nicht nur eine psychische Belastung – es würde auch für die Stadt viel mehr Kosten verursachen, die Auswirkungen dieser neu entstandenen Obdachlosigkeit zu bekämpfen. Wir haben den Wienerinnen und Wienern versprochen, sie so lange zu unterstützen, wie es nötig ist. Dieses Versprechen halten wir ohne Wenn und Aber.“, so Sozialstadtrat Peter Hacker. 

„Mit der Wiener Wohnungssicherung Plus setzt die Stadt Wien einen weiteren Schritt, um das soziale Netz noch dichter zu machen.  Zu helfen, bedeutet da zu sein, bevor die finanzielle Belastung zu erdrücken droht. Eine Stadt des sozialen Miteinanders ist eine Stadt der ausgestreckten Hände, die Halt und Sicherheit geben. Das Ziel muss es sein, möglichst alle Wienerinnen und Wiener vor einer existenzbedrohenden Situation zu bewahren, indem der Verlust der eigenen vier Wände verhindert wird.“, so Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál.

„Die Wiener Wohnungssicherung Plus ist eine treffsichere Unterstützungsmaßnahme für besonders vulnerable Gruppen in Wien. Sie hilft dort, wo Hilfe dringend benötigt wird, und bewahrt Mieterinnen und Mieter vor dem Verlust ihrer Wohnungen. Indem wir 70 Prozent der Mietrückstände übernehmen und Ratenzahlungen für die restlichen 30 Prozent vereinbaren, schaffen wir eine rasche und effektive Lösung für Betroffene. Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, den Betroffenen dabei zu helfen, eine solide Basis für ein besseres Leben aufzubauen und dass alle Wienerinnen und Wiener gleichermaßen von den Chancen unserer Stadt profitieren. Als Fortschrittskoalition halten wir unser Versprechen, gemeinsam Krisen zu meistern und die Zukunft positiv zu gestalten.“, sagt Jörg Konrad, Abgeordneter zum Wiener Landtag und Gemeinderat und NEOS-Sprecher für Soziales.

„Die Wiener Wohnungssicherung Plus bietet Lösungen für zwei wesentliche Herausforderung in der aktuellen Teuerungskrise. Volkswirtschaftlich spart sie Kosten, den die Re-Integration in den Wohnungsmarkt nach einer Delogierung ist in der Regel deutlich teurer als ein bestehendes Wohnverhältnis aufrecht zu erhalten. Vielleicht noch wichtiger aber ist die Verbesserung der persönlichen Situation der Menschen. Die mit dieser Unterstützung in ihrer Wohnung bleiben können und so nicht von Obdachlosigkeit bedroht sind.“, so Agnes Berlakovich, Leiterin der Magistratsabteilung 40.

Mario Dujakovic
Mediensprecher Sozialstadtrat Peter Hacker
Tel.: +43 1 4000 81244
E-Mail: mario.dujakovic@wien.gv.at

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