
ÖGB-Bundeskongress: Gewerkschaftsfrauen fordern: „Mehr helfende Hände in der Elementarpädagogik”
Mehr Personal und weniger Kinder in den Gruppen, einheitliche Ausbildung und Bezeichnung für unterstützendes Personal sowie Aus- und Weiterbildungsoffensive dringend und rasch notwendig
„Beim Ausbau der Kinderbildungseinrichtungen muss endlich etwas weitergehen, damit berufstätige Eltern ohne Sorge um ihre Kinder ihrem Job nachgehen können und Kinder eine gute Basis für ihre weitere Entwicklung und Bildungslaufbahn bekommen”, sagt ÖGB-Frauenvorsitzende und -Vizepräsidentin Korinna Schumann am 20. ÖGB-Bundeskongress. „Dafür braucht es aber auch bessere Rahmenbedingungen. Sonst laufen den Kindergärten die Fachkräfte davon und das Problem verschlimmert sich noch”, so die Gewerkschafterin. Mit der Aktion „Mehr helfende Hände in der Elementarpädagogik” machen die Gewerkschaftsfrauen auf dieses dringliche Problem aufmerksam.
Sylvia Gassner, Vorsitzende des Fachbereichs Soziale Dienste in der Gewerkschaft vida, schlägt in die gleiche Kerbe: „Wir brauchen mehr Personal! Und das bekommen wir nur durch verbesserte Arbeitsbedingungen und eine Ausbildungsoffensive in ganz Österreich.” Sie fordert die Bundesregierung auf, „bezüglich einheitlicher Ausbildungsstandards und eines Berufsschutzes auch für Assistent:innen im Bereich der Elementarpädagogik endlich tätig zu werden. Um sicherzustellen, dass diese gerne und gesund in diesem Bereich arbeiten können, braucht es gute Arbeitsbedingungen für alle durch ein einheitliches Bundesrahmengesetz, das unter anderem kleinere Gruppengrößen und mehr Personal vorsehen muss“, betont Gassner.
Judith Hintermeier, Pädagogin und Bundesfrauenreferentin in der Kindergartengewerkschaft younion, fordert die Politik auf endlich zu begreifen, „dass es um elementare Bildung geht und nicht um Betreuung. Auch Lehrer:innen fordern, dass mehr in die Kindergärten investiert wird, damit Kinder optimal vorbereitet ihre Schullaufbahn beginnen können. Jeder Cent mehr, der in die elementare Bildung investiert wird, rechnet sich mehrfach. Also, liebe Bundesregierung: Studien lesen, auf die Expert:innen hören und endlich mehr Geld locker machen.“
Mehr Personal und weniger Kinder in den Gruppen fordert auch Karin Samer (Gewerkschaft GPA), Betriebsratsvorsitzende der Wiener Kinderfreunde und „dafür müssen auch die nötigen Mittel bereitgestellt werden. Wir fordern 1 Prozent vom BIP für elementare Bildung und mindestens eine Milliarde jährlich. Die Einführung einer Millionärssteuer würde die dafür notwendigen Mittel bereitstellen“, so Samer abschließend.
„MEHR HELFENDE HÄNDE IN DER ELEMENTARPÄDAGOGIK“ – DAS FORDERN DIE GEWERKSCHAFTSFRAUEN:
* Einheitliche Ausbildung und Bezeichnung für das unterstützende Personal (Assistentinnen und Assistenten) in ganz Österreich
* Reinigungspersonal, um unsere Assistenten und Assistentinnen zu entlasten
* Administratives Personal, um die Leiter:innen zu unterstützen
* Multiprofessionelle Teams mit diversem Fachpersonal in ganz Österreich
* Aus- und Weiterbildungsoffensive in ganz Österreich
* Mehr Personal und weniger Kinder in den Gruppen
* Mehr Geld – 1 Prozent vom BIP für elementare Bildung und mindestens eine Milliarde jährlich
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