
Sammlung Werner Trenker präsentiert „Erich Steininger & Florian Schaumberger“ im Danubiana
Van der Bellen, Pavel, Pellegrini: Österreichische Kunst beim Slavkov 3-Treffen
Im Rahmen des Treffens der Slavkov 3-Partnerländer am Dienstag, 12. Mai 2026, präsentierte die Sammlung Werner Trenker als Organisator die Ausstellung „Erich Steininger & Florian Schaumberger“ im Danubiana Meulensteen Art Museum. Sie bildete den österreichischen Beitrag zum kulturellen Programmpunkt des Treffens zwischen Bundespräsident ALEXANDER VAN DER BELLEN, Präsident PETR PAVEL (Tschechische Republik) und Präsident PETER PELLEGRINI (Slowakische Republik).
HOLZSCHNITT TRIFFT AUF BRONZE – ÖSTERREICHISCHE KUNST IM EUROPÄISCHEN DIALOG
Die Ausstellung vereint zwei bedeutende österreichische Künstlerpositionen: DRUCKGRAFIKEN VON ERICH STEININGER UND SKULPTUREN VON FLORIAN SCHAUMBERGER treffen sich in einem gemeinsamen Kern. Die Werke kreisen um den menschlichen Körper und dessen schrittweise Auflösung ins Abstrakte. Gezeigt werden ein vierzehnteiliger Farbholzschnitt sowie eine fünfteilige Monotypie – ein sogenannter „einmaliger Druck“ – von Erich Steininger. Von Schaumberger sind drei Originalholzmodelle für Bronzeskulpturen sowie eine Skulptur aus Bronze zu sehen. Kurator Florian Steininger schafft so einen Dialog zwischen dem Prozesshaften des Drucks und der unverrückbaren Stille des Bronzekörpers.
DIE AUSSTELLUNG IST BIS 28. JUNI 2026 FÜR BESUCHER:INNEN DES DANUBIANA ZU SEHEN.
„Kunst braucht keine gemeinsame Sprache – sie ist die gemeinsame Sprache. Dass wir diese Ausstellung im Rahmen des Slavkov 3-Treffens zeigen dürfen, ist für mich ein starkes Zeichen: Kultur verbindet, wo Politik verhandelt. Ich freue mich sehr, dass die Sammlung Werner Trenker diese Ausstellung als österreichischen Beitrag zu diesem besonderen kulturellen Ereignis organisieren durfte“, betont WERNER TRENKER, UNTERNEHMER UND KUNSTSAMMLER. „Erich Steininger und Florian Schaumberger stehen für ein Kunstverständnis, das nicht in sich selbst verharrt, sondern immer den Dialog sucht. Genau das macht ihre Werke so geeignet für einen Ort wie diesen: an der Grenze dreier Länder, im Herzen Europas.“
Steiningers Druckgrafiken zeigen den menschlichen Körper in Bewegung und Verwandlung: Durch das Übereinanderdrucken mehrerer Platten verschmelzen Figur und Farbe bis der Körper in etwas Landschaftliches übergeht. Schaumberger geht den umgekehrten Weg – er destilliert den menschlichen Kopf auf seine wesentlichen Formen: kubisch, klar, architektonisch. Wo Steininger öffnet und entgrenzt, verdichtet Schaumberger. Gemeinsam stellen beide die Frage, was vom Menschen bleibt, wenn die Form auf das Wesentliche reduziert wird – der eine in der Vergänglichkeit des Drucks, der andere in der Beständigkeit der Bronze.
„Das Danubiana wurde als Ort des Dialogs gegründet – zwischen Nationen, zwischen Generationen, zwischen Kunstformen. Die Ausstellung von Steininger und Schaumberger verkörpert genau diesen Geist. Ihre Werke sind formal sehr verschieden und doch sprechen sie aus einer gemeinsamen Haltung heraus: der Überzeugung, dass der Mensch im Mittelpunkt steht – auch dann, wenn seine Form sich längst aufgelöst hat“, so DR. VINCENT POLAKOVIČ, DIREKTOR DES DANUBIANA MEULENSTEEN ART MUSEUM.
ERICH STEININGER (*1939 in Oberrabenthan/Waldviertel) zählt zu den bedeutendsten österreichischen Druckgrafikern seiner Generation. Seit Mitte der 1960er-Jahre entstanden in bemerkenswerter Kontinuität seine Holzschnittarbeiten – zunächst figurativ und expressionistisch, zunehmend hin zu abstrakt-strukturellen und ornamental bewegten Bildwelten. Seine Werke sind in bedeutenden Sammlungen vertreten, darunter das Lentos und die Albertina.
In der Ausstellung sind zwei Werke Steiningers zu sehen: ein vierzehnteiliger Farbholzschnitt als Unikat aus der Werkserie „Körper wird Land“ sowie eine fünfteilige Monotypie. In der Serie überlagern sich Rosa, Gelb und Schwarz in komplexen Druckprozessen. Mehrere Platten werden auf einem Blatt übereinandergedruckt, sodass sich Figur und Struktur durchdringen, verdichten und auflösen. Einen anderen, flammenden Akzent setzen die Monotypien: einmalige Bildereignisse von unmittelbarer malerischer Präsenz.
FLORIAN SCHAUMBERGER (*1962 in Wien) ist ein Bildhauer, dessen aktuelles Schaffen von Konkretion, Minimalismus und dem Fokus auf das Elementare geprägt ist. Seit 1992 widmet er sich intensiv der Großplastik im öffentlichen Raum. Die gezeigten Werke stammen aus den Serien der „Head“- und „Ahead“-Plastiken. In der „Head“-Serie verschränken sich kubische Formen ineinander – die Kopfform ist radikal minimalisiert, auf ein vertikales und horizontales Achsensystem konzentriert. Die „Ahead“-Serie zeichnet sich aufrecht strebende, stelenartige Konstruktionen aus. Abseits ihrer formalen Strenge strahlen die Skulpturen eine geistige Kraft aus – etwas Konzentriertes, Denkendes, Verinnerlichtes.
„Schaumbergers Skulpturen und Steiningers Druckgrafiken sprechen auf den ersten Blick verschiedene Sprachen – und doch kreisen beide um dieselbe Frage: Was bleibt vom Körper, wenn die Form das Wesentliche übernimmt? Genau in dieser Spannung entfaltet die Ausstellung ihre Kraft“, so KURATOR FLORIAN STEININGER.
ÜBER DIE SAMMLUNG WERNER TRENKER
Die Sammlung Werner Trenker widmet sich der Bewahrung und Vermittlung herausragender Werke der österreichischen Kunst. Werner Trenker ist seit rund 15 Jahren leidenschaftlicher Kunstsammler. Die Sammlung Werner Trenker umfasst renommierte österreichische Positionen, wie Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Markus Prachensky und viele mehr. Seit 2022 verschreibt sich Werner Trenker nicht nur dem Sammeln, sondern auch der Förderung von Ausstellungen verschiedener Künstlerinnen und Künstler. Nähere Informationen: sammlung-werner-trenker.com
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Schütze Public Results
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