
„dokFilm“-Premiere „Alpenland“: Robert Schabus’ kontrastreiche Reise durch einen Lebensraum im Wandel
Am 25. Juni um 23.05 Uhr in ORF 2
Wien (OTS) – Durch insgesamt acht europäische Länder reist Regisseur Robert Schabus („Bauer unser“) in seinem Kinodokumentarfilm „Alpenland“. Der preisgekrönte Kärntner Filmemacher fängt darin kontrastreiche eindrucksvolle Bilder und Stimmungen eines schwindenden Lebensraums für rund 13 Millionen Menschen ein, der die Widersprüche und Herausforderungen, aber auch die Identität Europas besonders deutlich widerspiegelt. Denn die Schönheit der spektakulären Naturlandschaft der Alpen ist zugleich Segen und Fluch, schließlich sitzt im Kern der Idylle die Zerstörung: Der Tourismus schafft zwar Arbeitsplätze, frisst jedoch die Natur auf. Der Klimawandel ist in den Alpen besonders deutlich. Robert Schabus beleuchtet die Lebensperspektiven der Menschen quer durch die Länder zwischen Ökonomie und Ökologie. Die von ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens unterstützte Produktion aus dem Jahr 2022 ist am Sonntag, dem 25. Juni 2023, um 23.05 Uhr in ORF 2 zu sehen.
Mehr zum Inhalt des Films:
13 Millionen Menschen, acht Länder, eine Vielzahl an Sprachen und Lebensweisen, eine spektakuläre Naturlandschaft sowie zahlreiche Märchen und Legenden: All das spiegelt die kulturelle Vielfalt der Alpen wider. Doch was im ersten Moment unglaublich reich und idyllisch erscheint, birgt in Wirklichkeit auch viele Probleme, wie der Dokumentarfilm „Alpenland“ zeigt.
Regisseur Robert Schabus hat darin verschiedene Orte entlang der gesamten Gebirgskette aufgesucht: Bergbauernhöfe in Österreich, kleine Manufakturen im Dorf Premana in Italien und bekannten Wintersportzentren wie Garmisch-Partenkirchen in Bayern, Zermatt in der Schweiz und Méribel in Frankreich. Dabei zeichnet er ein Bild, das kontrastreicher nicht sein könnte.
So stürzt etwa im Kärntner Mölltal bei einem Almauftrieb eine Kuh ab. Der Bauer versucht noch mit letzter Kraft, seinen Betrieb aufrecht zu erhalten. In Wirklichkeit weiß er, dass es aussichtslos ist. In Méribel setzt sich demnächst der letzte Arzt zur Ruhe. Nachfolger gibt es keinen. Und in Permana leisten sich einige Mittelbetriebe gegenseitig Hilfe, um die Tradition des Erzbergbaus aufrecht zu erhalten – und das, obwohl sie eigentlich Konkurrenten sind.
Auf der anderen Seite wird etwa in Garmisch-Partenkirchen massiv in die Landschaft eingegriffen, um teure Immobilien für den Massentourismus zu bauen und um den Einsatz von alpinen Schneekanon zu ermöglichen. So kauft man den Winter zurück, der durch immer höheren Energieverbrauch zu verschwinden droht. Das Paradoxe daran:
Die Herstellung von Schnee aus der Konserve benötigt Unmengen an Wasser und Strom. Der damit verbundene Energieaufwand ist enorm.
Wie ein Frühwarnsystem lassen die Alpen über acht Länder hinweg feinste ökologische und sozioökonomische Umbrüche augenscheinlich werden. Landschaftspflege oder brutale Zerstörung, Naturschutz oder industrielle Ausbeutung, menschenleere Regionen und schonungslose Bebauung – die Kontraste des alpinen Raums prägen dessen Bevölkerung.
http://presse.ORF.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender